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Das IPO von Helios Solar ist am heutigen Dienstag stark ausgefallen. Zum Handelsstart im regulierten Markt notierte die Aktie bei 4,15 EUR und stieg in den ersten Handelsstunden auf bis zu 5,29 EUR. Von Christian Euler


Im Rahmen der Angebotsfrist bis 10. Juli 2026 wurden zwar nur 117.479 von ursprünglich 7.600.000 angebotenen Stammaktien zum Preis von 4,00 EUR je Aktie platziert. Das entsprach einer Platzierungsquote von lediglich 1,5 % (GoingPublic berichtete), doch dafür vermeldete man nun parallel zum Listing eine satte Privatplatzierung von vier Mio. Aktien zu jeweils 4,00 EUR – also 16 Mio. EUR. Die Aktien seien bei einem institutionellen Investor in Asien platziert worden, teilte man heute mit, und stammten aus dem zuvor im Rahmen des IPO angebotenen, aber nicht bezogenen Aktienbestand. Vielleicht auch diesem Umstand geschuldet, war am heutigen ersten Handelstag durchaus Nachfrage nach den Helios-Papieren. „Der erfolgreiche Start und die positive Kursentwicklung nach Handelsaufnahme bestätigen das Vertrauen des Kapitalmarktes in unser Geschäftsmodell und unsere langfristige Strategie“, zeigte sich Vorstandschef Ong Thuan Ming optimistisch.

Solarparks, Speicher und Europa-Expansion

Der Großteil der Emissionserlöse soll nach Angaben des Unternehmens in den Ausbau des Kerngeschäfts in Malaysia fließen. Weitere Mittel sollen in die Expansion nach Deutschland und in andere europäische Märkte sowie in den Ausbau der Aktivitäten in Singapur und Kambodscha investiert werden. Die Projektpipeline umfasst nach Unternehmensangaben nicht zuletzt ein geplantes Solarprojekt im malaysischen Bundesstaat Kelantan mit einer Leistung von 1.000 MWp sowie einen Batteriespeicher mit einer Kapazität von 1.600 MWh. Das dafür vorgesehene Investitionsvolumen beläuft sich auf umgerechnet rund 1,2 Mrd. Euro.

Das Geschäftsmodell der in München ansässigen Helios Solar, die sich als integrierte Technologie- und Solarplattform sieht, basiert der Gesellschaft zufolge auf drei strategischen Wachstumsfeldern: Über langfristige Stromlieferverträge versorgt man Unternehmen über das öffentliche Netz mit erneuerbarer Energie und bietet damit eine flexible Alternative zu klassischen Dachanlagen. Zugleich entwickelt man großskalige Solarparks, die als langfristige Erzeugungsbasis für die Versorgung industrieller Kunden und den regionalen Energiehandel dienen. Abgerundet wird das Angebot durch das StarPoints-Ökosystem, das Kunden, Energieverbrauch sowie digitale Mehrwertdienste miteinander vernetzt.

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Fazit

Helios Solar sieht den Gang in den General Standard der Frankfurter Börse als Grundlage für weiteres Wachstum in den Solarmärkten Asiens und Europas. Die umfangreiche Projektpipeline und der Ausbau digitaler Dienstleistungen verleihen der Wachstumsstory durchaus Phantasie. Jetzt muss das Unternehmen liefern – und am Kapitalmarkt beweisen, dass aus ambitionierten Plänen nachhaltiges Wachstum und attraktive Renditen werden können.

WKN/ ISIN DE000A42D2N5, WKN: A42D2N
Branche Renewable Energies
Gründungsjahr 2010 (Helios Photovoltaik Sdn Bhd)
Börsenstart 28. Juli 2026
Ausgabepreis/Erstnotiz 4,00 EUR / 4,15 EUR
Kurs aktuell 4,90 EUR
Marktsegment General Standard
Bruttoemissionserlös 470.000 EUR
Firmensitz Frankfurt am Main
Market Cap 149 Mio. EUR
Webseite www.heliossolarag.com

Autor/Autorin

Christian Euler
Redakteur at GoingPublic Media AG

Christian Euler gehört zum Redaktionsteam der Kapitalmarkt-Plattform GoingPublic (GoingPublic, HV Magazin, www.goingpublic.de) und ist regelmäßig Autor von Beiträgen und Aktienanalysen. Als Redakteur beschäftigt er sich schon seit über 20 Jahren mit Wirtschaft und Finanzen.