Einst ein Hoffnungsträger, nun ein Risiko? So bezeichnet der Darmstädter Pharmakonzern Merck den Genehmigungsantrag für das Präparat Cladibrin gegen Multiple Sklerose, den Merck bei der europäischen Zulassungsbehörde EMA eingereicht hat.

Damit erhalten Hoffnungen auf einen Neustart der Multiple Sklerose-Pille von Merck einen Dämpfer. Bereits 2011 war ein Zulassungsantrag von Cladibrin bei der EMA durchgefallen. Wie der Konzern mitteilte, habe man sich aufgrund niedriger Kosten im einstelligen Millionen-Bereich dazu entschlossen den Antrag einzureichen. Demnach werden konzernintern die Erfolgschancen des Antrags auf 50% geschätzt. Eventuell soll ein weiterer Zulassungsantrag in den USA folgen.

Wie ein Sprecher des Konzerns weiter mitteilte, sei ein Erfolg des Antrags dennoch wahrscheinlicher als ein Misserfolg. Seit drei Jahrzehnten hat Mercks Pharmasparte kein Medikament mehr auf den Markt gebracht. Cladibrin wäre 2011 die erste Tablette gegen Multiple Sklerose gewesen. Inzwischen hat der Schweizer Konzern Novartis seine MS-Pille Gilenya herausgebracht.

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