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Bildnachweis: ©Mindpax.

Das Medtech Start-up Mindpax wurde 2015 von Dr. Filip Spaniel, Soňa Sikorová, Pavel Nevický, Jan Novák, und Daniel Novák im tschechischen Prag gegründet. Für Menschen, die an Schizophrenie oder einer bipolaren Störung leiden, hat das Unternehmen eine personalisierte E-Health Plattform mit einer App entwickelt, die die Entwicklung der Krankheit kontinuierlich und langfristig über ein Wearable erfasst. „Diese chronische psychische Krankheit ist durch abwechselnde Zustände von Manie und Depression gekennzeichnet, die bis zu mehreren Monaten andauern können. Sie ist mit hohen Selbstmordraten von bis zu zehn Prozent verbunden.“, erklärt Dr. Filip Spaniel. Das Monitoring objektiver physiologischer Daten, der Stimmung sowie situationsabhängigen Faktoren sind die Basis für die Visualisierung des Tagesablaufs. Diese Daten unterstützen den Patienten und den behandelnden Arzt, Frühwarnsignale zu erkennen und so die Behandlung anzupassen. Dadurch wird die Dauer einer Krankheitsepisode und eines Krankenhausaufenthaltes reduziert oder ganz vermieden.

In Tschechien hat die Plattform bereits die medizinische CE-Zulassung erhalten. Im vergangenen Jahr wurde Mindpax in den Johnson & Johnson Accelerator JLABS aufgenommen, auf der BioVaria 2019 in München zum vielversprechendsten Gesundheits-Startup sowie als eines der beiden deutschen Startups für das Programm EIT Health Go Global Canada ausgewählt.

Für diese Innovation hat Mindpax nun 1,3 Millionen Euro Seed-Finanzierung von den tschechischen Investoren Nation 1, Redwood Capital sowie die privaten Investoren Ivan Hruska und Vlastimil Palata erhalten. Damit sollen die Teams in Prag und München weiter ausgebaut werden, um die Expansion in Europa voranzutreiben. Ziel ist es, bis Ende 2020 die Übernahme der Kosten durch die gesetzlichen Krankenkassen in Deutschland zu erreichen. In den nächsten fünf Jahren möchte Mindpax eine sechsstellige Anzahl an Patienten mit dem System ausstatten und durch künstliche Intelligenz Rückfälle der Erkrankung rechtzeitig erkennen und behandeln.

Mindpax hat außerdem eine Webseite im Zusammenhang von COVID-19 gestartet, die von Psychologinnen und Ärzten moderiert wird. Sie unterstützen Patienten mit bipolarer Störung und Depression durch kostenlose Psychoedukation gegen Ängste.

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