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Die in Seattle ansässige Just-Evotec Biologics Inc., eine Tochtergesellschaft der Hamburger Evotec SE, hat vom US-amerikanischen Verteidigungsministerium (DOD) einen Auftrag im Wert von bis zu 49,9 Mio. USD für die schnelle Entwicklung von auf monoklonalen Antikörpern (mAb) basierenden Arzneimittel-Prototypen gegen die Pest erhalten. Pest ist eine Infektionskrankheit, die durch das Bakterium Yersinia pestis (Y. pestis) ausgelöst wird, und ist eines der designierten Ziele des beschleunigten Antikörperprogramms (Accelerated Antibodies Program) des DOD.

Just-Evotec: Prototypen von Arzneimitteln bis zur Phase I

Just-Evotec Biologics soll im Rahmen des Vertrags mAb-Prototypen für Arzneimittel entwickeln – von der Sequenzentdeckung oder der Evaluierung existierender mAbs bis zum Abschluss einer klinischen First-in-Human-Studie der Phase I. Um eine schnelle Entwicklung zu ermöglichen, wird das Unternehmen seine datengetriebene, hochautomatisierten und vollintegrierten Biologika-Technologieplattform J.DESIGN einsetzen. Diese umfasst die Antikörperforschung (J.HAL), molekulare Optimierung, Zelllinien- und Prozessentwicklung sowie die Produktion im kontinuierlichen Herstellungsverfahren in der J.POD-Anlage in Redmond, Washington (USA). Evotec wird darüber hinaus ihre präklinische und klinische Kompetenz für die Zulassung von mAb-Prophylaktika einbringen.

Die rasche, kosteneffiziente Entwicklung von mAb-Produktprototypen soll zu einer beschleunigten Bereitstellung sicherer und wirksamer medizinischer Gegenmaßnahmen auf der Basis von mAbs zur Bekämpfung der Pest führen.

J.DESIGN nutzt eine Reihe innovativer Technologien unter Einsatz von künstlicher Intelligenz, maschinellem Lernen, hochverdichteten und kontinuierlichen Bioprozessverfahren, die speziell für eine flexible und effiziente Entwicklung von Biologika konzipiert wurden – von der Forschung über die Klinik bis zur kommerziellen Produktion. Die Plattform von Just–Evotec Biologics eignet sich besonders für monoklonale Antikörper und andere Proteinmodalitäten wie Fc-Fusionsproteine.

Der Auftrag wurde vom Joint Project Lead for CBRND Enabling Biotechnologies (JPL CBRND-EB) im Joint Program Executive Office for Chemical, Biological, Radiological and Nuclear Defense (JPEO-CBRND) in Zusammenarbeit mit der Biomedical Advanced Research and Development Authority (BARDA) im US-amerikanischen Gesundheitsministerium (HHS, engl. U.S. Department of Health and Human Services) vergeben.

Autor/Autorin

Holger Garbs ist seit 2008 als Redakteur für die GoingPublic Media AG tätig. Er schreibt für die Plattform Life Sciences und die Unternehmeredition.