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Das von Christian Angermayer gegründete Unternehmen ATAI Life Sciences aus München hat in einer Finanzierungsrunde für Wandelanleihen 22 Mio. EUR eingeworben. Das Unternehmen entwickelt Therapien gegen psychische Erkrankungen wie die Depression und setzt dabei auf Künstliche Intelligenz. Die Idee ist Psychedelika zur Behandlung von Störungen wie Sucht, Depressionen und Angstzuständen einzusetzen. ATAI Life Sciences wurde 2018 gegründet und sitzt in München, Berlin, London und New York. 

Neben dem Star-Investor Peter Thiel (Thiel Capital) waren Steve Jurvetson und Maryanna Saenko von Future Ventures sowie Galaxy Digital und die Apeiron Investment Group, ATAI-Gründer Christian Angermayers privates Family-Office, an der Kapitalerhöhung beteiligt. „Wir freuen uns sehr, Partner wie Peter Thiel und Future Ventures für die nächste Phase unserer Reise bei uns zu haben“, sagte Christian Angermayer, Gründer von ATAI. „Sowohl Peter als auch Steve haben bereits vorausschauend viele Unternehmen mit einem Paradigmenwechsel identifiziert, und wir fühlen uns geehrt, dass sie der Vision von ATAI vertrauen.“

Der CEO und Mitbegründer von ATAI, Florian Brand, mahnt die Notwendigkeit an, inmitten der anhaltenden COVID-19-Pandemie an Menschen mit psychischen Problemen zu denken: „Angesichts der unmittelbaren und langfristigen Auswirkungen der Bemühungen zur Eindämmung des Coronavirus auf die psychische Gesundheit wird die Dringlichkeit in der Krise auch die psychische Gesundheit im Auge zu behalten, nur noch zunehmen. Wir setzen uns mehr denn je dafür ein, dass Menschen auf der ganzen Welt Zugang zu sicheren und wirksamen Behandlungsalternativen haben.“
Bereits diese Woche berichteten wir über die erfolgreiche Finanzierungsrunde des Medtech Start-ups Mindpax, das ebenfalls vor den Folgen der Coronakrise für Menschen mit Depressionen warnt.

Der Chief Medical Officer von Thiel Capital LLC, Jason Camm, wird einer der Direktoren des Münchner Biotechnologie-Unternehmens. Zudem bestätigte ATAI, dass langfristig ein Börsengang angestrebt wird, lehnte es jedoch ab, einen Zeitrahmen zu nennen.