Knapp ein Jahr nach dem Börsengang hat Die Deutsche Börse nach dynamischer Aktenentwicklung des Automobilzulieferers HELLA die Notierung in den MDAX ab dem 21.September bekannt gegeben. Auch rutschen Gerry Weber und Sixt Leasing, die im Mai ihr Börsendebüt feierte, nach Fast Entry-Regelung bereits in den SDAX nach.

Am 11. November 2014 erfolgte der Börsengang des HELLA-Konzerns im Prime-Standard des Regulierten Marktes der Frankfurter Börse. Seitdem ist der Kurs der Aktie über 30% auf aktuell 36,47 EUR gestiegen, woraus sich eine Marktkapitalisierung von 4,1 Mrd. EUR ergibt.

Im Januar 2015, nur zwei Monate nach der Börsennotierung, wurde HELLA in den SDAX aufgenommen. Rund 15% der Unternehmensanteile wurden über zwei Privatplatzierungen durch Familiengesellschafter erzielt. Nach Ablauf des Lockups der Altaktionäre im Mai 2015 platzierten Familiengesellschafter weitere Anteile. Dies führte zu einer raschen Erhöhung des Streubesitzes auf rund 28%.

„Die Aufnahme in den MDAX war bereits zum Börsengang Ziel der Gesellschafter“, betont Dr. Jürgen Behrend, persönlich haftender geschäftsführender Gesellschafter der HELLA KGaA Hueck & Co. „Wir freuen uns, dass dieser Sprung nun schon wenige Monate nach der Notierungsaufnahme erfolgen wird“, so Behrend weiter.

In den MDAX zieht es neben HELLA auch die Deutsche Pfandbriefbank pbb, die erst vor rund zwei Monaten ein milliardenschweres IPO ablieferte, und Lanxess, die den DAX hingegen verlassen muss. Dafür rutscht Vonovia – vormals Deutsche Annington Immobilien – in den Leitindex DAX auf. Mit ihrem Widerruf der Zulassung zum Regulierten Markt erfüllt die Celesio AG das notwendige Kriterium einer Mitgliedschaft im Prime Standard nicht mehr und scheidet aus dem MDAX aus.

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