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Die Schweizer Matador Secondary Private Equity AG (ISIN: CH0042797206, MarketCap 56,7 Mio. EUR) erwirbt Anteile an Private Equity (PE) Fonds auf dem Sekundärmerkt. Nach vorläufigen Zahlen ist der Wert des Portfolios im ersten Halbjahr gestiegen, zudem war der Portfolio-Cashflow positiv. Auch die Kapitalmarktorientierung schreitet voran. Von Oliver Vollbrecht
Der Wert des Portfolios steigt, der Cashflow ist positiv
Wer die Matador-Aktie kauft, investiert in das Private-Equity-Portfolio des Schweizer Unternehmens. Der Wert dieses Portfolios ist die Summe der Net Asset Values (NAVs) aller Fondsbeteiligungen. Vorläufigen Zahlen zufolge stieg dieser Wert im ersten Halbjahr 2026 um rund 4 Mio. CHF, im Vorjahreszeitraum hatte er um 3 Mio. CHF zugelegt. Wichtig ist die Cashflow-Betrachtung auf Portfolioebene: Kapitalabrufen von 3,4 Mio. CHF standen vereinnahmte Ausschüttungen von 4 Mio. CHF gegenüber. Das PE-Portfolio war somit Cashflow-positiv, wodurch Mittel für weitere Investitionen freigesetzt werden.
Beim Blick auf die Rechnungslegung ist zu berücksichtigen, dass Matador in Schweizer Franken bilanziert, der Großteil der Fonds aber in US-Dollar notiert, so dass das Ergebnis Fremdwährungseinflüssen unterliegt. Im ersten Halbjahr haben sich sowohl die währungsbereinigten als auch die berichteten
Ergebniskennzahlen verbessert. So erreichte das währungsbereinigte Ergebnis 3,7 Mio. CHF nach 1,6 Mio. CHF im Vorjahreszeitraum. Das berichtete, unbereinigte Nettoergebnis belief sich auf 5 Mio. CHF, nachdem es aufgrund von Währungseinflüssen im Vorjahreszeitraum bei -5,3 Mio. CHF lag.
Den Ergebnisanstieg im ersten Halbjahr begründet der Vorstand im Wesentlichen mit Wertzuwächsen bei Fondsbeteiligungen auf breiter Front, sowohl aus dem Bereich Small & Mid Buyout als auch aus dem Segment Growth & Venture Capital Investitionen. Der vollständige und testierte Halbjahresfinanzbericht wird am 30. September 2026 veröffentlicht.
Indexaufnahme und Investorenkontakte
Mehrfach hatten wir auf Matadors zunehmende Kapitalmarkt-Orientierung hingewiesen. Bereits am 15. Juni wurde der Handel der Aktie an der SIX Swiss Exchange aufgenommen. Zum 21. September werden die Papiere nun auch in den breiten Index SPI und den Nebenwerteindex SPI Extra aufgenommen. „Mit der Zugehörigkeit zu beiden Indizes werden wir für einen breiteren Kreis institutioneller und passiver Investoren relevant“, kommentiert CFO Alexander Lachmann. Am 16. September stellt der Vorstand das Unternehmen erstmals im Rahmen der Investora-Konferenz in Zürich vor. Auf dem Eigenkapitalforum der Deutschen Börse im November sind die Schweizer bereits zum zweiten Mal vertreten.
Fazit
Insbesondere der positive Portfolio-Cashflow ist eine gute Nachricht, eröffnet er doch die Chance auf neue Investments. In den Zahlen noch nicht enthalten sind Mittelzuflüsse von rund 2,5 Mio. CHF, die Matador aus dem SpaceX-IPO erwartet, nachdem die Lockup-Fristen der investierten Fonds ausgelaufen sind. Nach Veröffentlichung des vollständigen Halbjahresberichts am 30. September sind Updates der Analysten zu erwarten. SMC Research sieht in seiner Veröffentlichung vom März 2026 das Kursziel bei 4,80 EUR – deutlich oberhalb des aktuellen Kurses von 3,98 EUR.
Autor/Autorin

Oliver Vollbrecht
Oliver Vollbrecht beschäftigt sich seit vielen Jahren mit Geschäftsmodellen – als freier Journalist, Investor Relations-Manager und -Berater, als Investor und HV-Sprecher für die DSW. Der Schwerpunkt seiner journalistischen Arbeit liegt bei börsennotierten Unternehmen der DACH-Region.





