Protein-Analyse mittels Gelelektrophorese Quelle Wilex

Die Münchner Wiex  hat das im Jahr 2009 von UCB erworbene präklinische Antikörper-Programm nun in Teilen wieder an UCB veräußert. Die belgische UCB darf die Antikörper in allen Indikationen, mit Ausnahme der Onkologie, weiterentwickeln. Die onkologische Weiterentwicklung bleibt in den Händen von Wilex.

Im Rahmen der Vereinbarung ist geplant auch weiterhin Entwicklungsdaten des Antikörper-Portfolios auszutauschen. Für die bisher entstandenen Entwicklungskosten erhält Wilex eine Rückerstattung. Zudem wird Wilex Meilensteinzahlungen für Fortschritte in den Bereichen Entwicklung und Zulassung erhalten. Im Falle einer erfolgreichen Vermarktung wird eine Umsatzbeteiligung in die Kasse von Wilex fließen. Darüber hinaus veröffentlichte der Wilex-Konzern, bestehend aus Wilex und den beiden Tochtergesellschaften Wilex Inc. und Heidelberg Pharma GmbH, auch die Geschäftszahlen für die ersten sechs Monate 2013. Gemäß der Pressemitteilung stand das zweite Quartal ganz im Zeichen der Vorbereitungen auf die Jahrestagung der ASCO. Hier wurden insbesondere die Daten von Mesurpron und der ARISER-Studie mit den neuen Erkenntnisse der retrospektiven Subgruppenanalyse präsentiert. Laut Finanzvorstand Dr. Jan Schmidt-Brand hätte die Sicherung der weiteren Finanzierung aktuell Priorität. Im Rahmen der Hauptversammlung am 14. Juni 2013 wurde die Finanzierung mittels einer Drei-Säulen-Strategie vorgestellt. Demnach bliebe die Suche nach Lizenz- und Entwicklungspartnern für Mesupron, Rencarex und die ADC-Technologie das vorrangige wirtschaftliche Ziel. Die zweite Säule stellt die projektorientierte Finanzierung über Finanzinvestoren dar und die dritte Säule ist die Fortführung der Maßnahmen zur Kostensenkung. Vakante Positionen würden nicht besetzt, der Vorstand von 4 auf 3 Vollzeitpositionen verkleinert.

Ein kurzer Blick auf die Zahlen
In den letzten sechs Monaten wurden Erträge in Höhe von 7,6 Mio. EUR (Vorjahreszeitraum: 8,3 Mio. EUR) erzielt. Die Umsatzerlöse beliefen sich auf 6,6 Mio. EUR (Vorjahreszeitraum: 7,2 Mio. EuroUR), die sonstigen Erträge lagen bei 1,0 Mio. EUR und damit ähnlich des Vorjahres. Der wesentliche Teil der Umsatzerlöse stammt aus der Lizenzvereinbarung mit Prometheus für Rencarex. Das Finanzergebnis fiel mit einem Minus von 50.000 EUR deutlich besser aus als noch im Vorjahr (-320.000 EUR). Der Periodenfehlbetrag verbesserte sich um 37% und lag bei 3,5 Mio. EUR. Das EPS (Earnings per shares) kletterte um 53% von -0,24 EUR auf -0,11 EUR. Die Aufwendungen für F & E und Verwaltung sind im Vergleich zum Vorjahr gesunken. Die F & E Kosten gingen von 6,9 Mio. EUR auf 5,4 Mio. EUR zurück, die Verwaltungskosten reduzierten sich im Zuge der Einsparmaßnahmen von 2,2 Mio. EUR auf 1,9 Mio. EUR. Die Finanzprognose für das laufende Geschäftsjahr wurde von Wilex bestätigt.