Das Wiener Biotech-Unternehmen Hookipa Biotech, Spezialist für die Entwicklung von aktiven Immuntherapien gegen Krebs und Infektionskrankheiten, hat eine Serie C-Finanzierungsrunde abgeschlossen und dabei rund 50 Mio. EUR eingenommen, Die Runde war nach Angaben des Unternehmens überzeichnet. Hookipa verwendet firmeneigene Arenavirus-Plattformen, um Immuntherapien der nächsten Generation gegen Krebs und Infektionskrankheiten zu entwickeln.

Internationales Investorenkonsortium um „Blue Chip“ Investmentfonds

Die Finanzierung wurde von einem nicht genannten US-amerikanischen “Blue Chip“ Investmentfonds angeführt, der das Investment zusammen mit den neuen Investoren HBM Partners, Hillhouse Capital, Sirona Capital und dem strategischen Investor Gilead tätigte. Alle bestehenden Investoren von Hookipa, nämlich Sofinnova Partners, Forbion Capital Partners, Boehringer Ingelheim Venture Fund, Takeda Ventures und BioMedPartners nahmen ebenfalls an der Finanzierung teil.

Anwendung bei Organtransplantationen, Prostatakrebs und mehr

Der Erlös der Kapitalerhöhung soll vor allem dazu verwendet werden, zwei klinische proof-of-concept Studien für Hookipa’s am weitesten fortgeschrittenen Entwicklungsprogramme voranzutreiben. Eine Phase 2 Studie mit dem prophylaktischen VaxWave-basierten Impfstoff gegen das Cytomegalovirus (“CMV”) soll an Patienten erprobt werden, die sich einer Organtransplantation unterziehen.

In einer Patientengruppe mit Plattenepithelkarzinom des Kopf-Hals-Bereiches soll eine Phase 1 Studie mit TheraT-basierter, aktiver Immuntherapie durchgeführt werden. Darüber hinaus plant Hookipa, die Anwendung seiner Technologieplattform auf andere Krankheitsbereiche wie den Prostatakrebs auszuweiten.

Hookipa’s Arenavirus-basierte Vektortechnologien TheraT und Vaxwave wurden entwickelt, um dendritische Zellen zu infizieren und starke, langanhaltende Immunantworten zu generieren. HB-101, der auf Vaxwave-Technologie beruhende CMV-Impfstoff von Hookipa, hat dieses Jahr eine erfolgreiche Phase 1 Studie durchlaufen, in welcher er gute Verträglichkeit und Immunogenität auswies. Für TheraT konnte gezeigt werden, dass es deutliche zytotoxische CD8+ T-Zell-Antworten hervorruft und in Mäusen zur Kontrolle von Tumoren führt. Die Wirkungsweise von TheraT beruht auf der Stimulation einer Tumorantigen-spezifischen Immunantwort, welche durch die Freisetzung des Alarmins Interleukin-33 (IL-33) verstärkt wird, ein Signal, welches entscheidend zur Stimulation von effektiven, schützenden zytotoxischen CD8+ Effektor-T-Lymphozyten beiträgt.

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