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Die Heidelberger Exciva GmbH, ein klinisches Biotech-Unternehmen, das ein neuartiges Therapeutikum zur Behandlung von Agitation/Aggression bei der Alzheimer-Krankheit entwickelt, gibt heute den Abschluss einer Serie-A-Finanzierung unter der Führung von Andera Partners in Höhe von 9 Mio. EUR bekannt. LBBW Venture Capital und Cure8 haben sich ebenfalls an der Finanzierungsrunde beteiligt.

Exciva: Phase 1 in Planung

Diese erste Finanzierung soll Exciva die Entwicklung des Hauptprodukts bis zum Abschluss der Phase I ermöglichen. Der Wirkstoff ist eine Kombination aus zwei klinisch validierten Produkten, die ihre Wirksamkeit im Therapiefeld des zentralen Nervensystems bewiesen haben.

„Unser aussichtsreichstes Produkt (Deraphan) kombiniert zwei Wirkstoffe, die unabhängig voneinander Verträglichkeit sowie eine effiziente Wirkung bei Patienten mit Verhaltensstörungen gezeigt haben“, sagte Francois Conquet, CEO von Exciva. Mit dieser Investition könne man der Verbesserung dieses Produkts, also die Zusammenführung dieser beiden Wirkstoffe, zuversichtlich bis zum Beginn der Phase II entgegensehen, so Conquet.

„Die Mittel werden für den Abschluss der Phase I verwendet mit dem Ziel, in den nächsten 18 Monaten mit der Phase II zu beginnen“, ergänzte Sofia Ioannidou, Partnerin bei Andera Partners.

Psychologische Symptome bei der Alzheimer-Krankheit

Die Verhaltensstörungen der Alzheimer-Krankheit (AK) sind chronisch. Die fortschreitende neurologische Erkrankung ist durch eine Reihe von Symptomen gekennzeichnet, darunter Unruhe/Aggression, Schlaf- und Essstörungen, Reizbarkeit, Depression, Angstzustände und Halluzinationen. Diese Symptome treten beim Altern und gruppiert auf. Die Verbreitung der AK und damit auch der verhaltensbezogenen und psychologischen Symptome nimmt mit einer alternden Gesellschaft zu.

Prognosen zufolge wird die Zahl der Demenzkranken weltweit von heute ca. 50 Mio. auf über 100 Mio. im Jahr 2040 ansteigen; AK ist die bei weitem häufigste Form (>60 %). Verhaltensstörungen und psychologische Symptome treten bei bis zu 90 % der Patienten mit schwerem Alzheimer auf und lassen sich bei mehr als 75 % der in Pflegeheimen lebenden Patienten beobachten. Bis heute ist noch kein spezifisches Medikament zur Behandlung von verhaltensbezogenen und psychologischen Symptomen zugelassen worden.

Über den Autor / die Autoren

Holger Garbs ist seit 2008 als Redakteur für die GoingPublic Media AG tätig. Er schreibt für die Plattform Life Sciences und die Unternehmeredition.