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Die BRAIN Biotech AG hat ihre Halbjahresergebnisse 2023/2024 veröffentlicht. Demnach erhielt das Unternehmen im zweiten Quartal eine Meilensteinzahlung in Höhe von 1,5 Mio. EUR für den erfolgreichen Entwicklungsfortschritt im auslizenzierten Wirkstoffprogramm mit Deucrictibant (ehemals PHA121). Der Kassenbestand des Konzerns verdoppelte sich gegenüber dem 30.09.2023 nahezu auf 10,2 Mio. EUR. Das Unternehmen bleibt nach eigenen Angaben auf Kurs, um seine kommunizierten Ziele für das Geschäftsjahr 2023/24 zu erreichen.

BRAIN: Umsatzerlöse über 27,2 Mio. EUR

In den ersten sechs Monaten des Geschäftsjahrs 2023/2024 erwirtschaftete die BRAIN Biotech Gruppe Umsatzerlöse in Höhe von 27,2 Mio. EUR und liegt damit auf dem Niveau des Vorjahres. Im zweiten Quartal 2023/24 stieg der Umsatz um 1,0 Mio. EUR oder 7,4 % auf 14,5 Mio. EUR. Die Gesamtleistung sank in den ersten sechs Monaten des Geschäftsjahres um 2,6 % von 28,1 Mio. EUR auf 27,4 Mio. EUR. Dies ist vor allem auf negative Bestandsveränderungen und geringere sonstige Erträge im Vergleich zum Vorjahreszeitraum zurückzuführen. Das bereinigte Konzern-EBITDA verbesserte sich im ersten Halbjahr des Geschäftsjahrs 2023/24 um 0,4 Mio. EUR von -0,9 Mio. EUR im Vorjahr auf -0,5 Mio. EUR.

Adriaan Moelker, CEO der BRAIN Biotech AG, sagt: „Die bedeutende Meilensteinzahlung von unserem Lizenznehmer Pharvaris in Höhe von 1,5 Mio. € zeigt deutlich, dass wir nun beginnen, die Früchte unserer früheren Investitionen zu ernten und dass unsere BioIncubator-Pipeline zunehmend Wert schöpft. Wir streben weiterhin die beschleunigte Kommerzialisierung unserer verschiedenen BioIncubator-Projekte an.“

Entwicklung der Segmente

Im Segment BioProducts, das das Produktgeschäft mit Spezialenzymen und anderen Proteinen umfasst, sank der Umsatz im Berichtszeitraum um 5,0 % von 20,9 Mio. EUR auf 19,8 Mio. EUR. Die Gesamtleistung belief sich auf 19,7 Mio. EUR und lag damit um 6,5 % unter dem Wert des Vorjahresquartals. Die Umsatzerlöse im zweiten Quartal betrugen 10,5 Mio. EUR, eine Steigerung gegenüber 9,3 Mio. EUR im ersten Quartal des Geschäftsjahrs. Der Materialaufwand konnte von 11,5 Mio. EUR auf 10,2 Mio. EUR gesenkt werden. Dies führte zu einer verbesserten Materialaufwandsquote im Vergleich zum Vorjahreszeitraum.

Insgesamt sank das bereinigte EBITDA des Segments BioProducts von 2,2 Mio. EUR auf 1,7 Mio. EUR, was vor allem auf die geringeren Umsätze zurückzuführen sei.

Das Segment BioScience, zu dem die forschungsintensiven kundenspezifischen Lösungen auf der Basis von Enzymtechnologie, Stammentwicklung, Bioprozessentwicklung und Naturstoffscreening gehören, erzielte im Berichtszeitraum einen Umsatz von 5,8 Mio. EUR, was einem Rückgang von 5,3 % gegenüber dem Vorjahreszeitraum (6,1 Mio. EUR) entspricht. Insgesamt konnte das bereinigte EBITDA des Segments mit 0,0 Mio. EUR auf dem Niveau des Vorjahres gehalten werden.

Die Umsätze des Segments BioIncubator, das Umsätze aus eigenen oder mit Partnern initiierten F&E-Projekten erfasst, stiegen im Berichtszeitraum von 0,2 Mio. EUR auf 1,6 Mio. EUR im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Im Berichtsquartal wurde im Projekt Deucrictibant (PHA121) ein großer Meilenstein erreicht, der wesentlich zum Umsatzwachstum beigetragen hat. Das Umsatzwachstum spiegelt sich auch im bereinigten EBITDA des Segments wider, das sich von -1,5 Mio. EUR im Vorjahr auf -0,5 Mio. EUR verbesserte. Insgesamt ist das Segment weiterhin durch hohe Investitionen in Höhe von 1,5 Mio. EUR im Bereich Genom-Editing unter dem Markennamen Akribion Genomics geprägt.

Die Jahresprognose bleibt unverändert, wonach der Umsatz in einer Bandbreite von 58 bis 62 Mio. EUR liegen und das bereinigte EBITDA mindestens im Gleichschritt mit dem Umsatzwachstum steigen soll, so das Unternehmen.

Autor/Autorin

Holger Garbs ist seit 2008 als Redakteur für die GoingPublic Media AG tätig. Er schreibt für die Plattform Life Sciences und die Unternehmeredition.