Rund neun Monate vor dem Start zeichnet sich eine hohe Beteiligung an der ACHEMA 2018 ab: Mehr als 2.700 Aussteller aus aller Welt haben bereits einen Stand auf der Leitmesse für die Prozessindustrie gebucht, wie die Gesellschaft für Chemische Technik und Biotechnologie bekanntgab.

Vom 11. bis 15. Juni 2018 werden in Frankfurt Neuheiten für die Chemie-, Pharma- und Lebensmittelindustrie vom Labor über die Großanlage bis zur Verpackungsstraße vorgestellt. Dabei werden Themen wie Energiewende und neue Antibiotika, Wasseraufbereitung oder innovative Werkstoffe – Chemie und Verfahrenstechnik behandelt.

Hohe Nachfrage bei Pharmatechnik und Automatisierung

Angesichts des großen Interesses der Aussteller rechnen die Organisatoren auch mit einem starken Besucherandrang. Zu toppen gilt es 167.000 Teilnehmer, die bei der letzten Veranstaltung 2015 Frankfurt für eine Woche zum Zentrum der weltweiten Prozessindustrie machten. Zwar wurde bereits eine zusätzliche Messehalle angemietet, um den aktuellen Nachfrageüberhang aufzufangen, jedoch zeichnet sich insgesamt eine ausgebuchte ACHEMA 2018 ab. Dies trifft insbesondere auf die Pharmatechnik und die Automatisierung zu, bei denen die Nachfrage schon jetzt das vorhandene Flächenangebot übersteigt. Aber auch die „klassischen“ ACHEMA-Ausstellungsgruppen wie Pumpen, Prozesstechnik und der Laborbereich sind stark nachgefragt.

„Viele Herausforderungen, ob Energieeffizienz, neue Werkstoffe für Anwendungen vom Fahrzeug bis zum Kraftwerk oder kürzere Produktzyklen betreffen die Industrie weltweit“, erklärt Dr.-Ing. Thomas Scheuring, Geschäftsführer der DECHEMA Ausstellungs-GmbH.

Rund 800 Vorträge geplant

Wo noch keine marktreife Lösung existiert, bietet der Kongress mit rund 800 Vorträgen Gelegenheit für den Austausch von Ideen. Ob Energiewende, Digitalisierung, Verfügbarkeit von Rohstoffen oder neue Konzepte für biotechnologische Prozesse – das Programm verspricht schon jetzt viel Interessantes für Teilnehmer aus Industrie und Wissenschaft.

Dass Chemie, Verfahrenstechnik und Biotechnologie Innovationsmotoren für andere Branchen sind, spiegeln auch die Fokusthemen der ACHEMA 2018 wider: „Biotech for Chemistry“ beschreibt die zunehmende Integration biotechnologischer und chemischer Verfahren, ob bei der Nutzung nachwachsender Rohstoffe als Ersatz für Erdöl oder bei der Entwicklung neuer pharmazeutischer Wirkstoffe. Mit dem Fokus „Flexible Produktion“ reagieren Technologieanbieter und Automatisierer auf den Bedarf nach immer spezialisierteren Produkten in Kleinmengen bei verkürzten Entwicklungszeiten; Digitalisierung und modulare Anlagen bieten die Grundlage für die zunehmende Integration der Wertschöpfungsketten. Und auch das Fokusthema „Chemie- und Pharmalogistik“ profitiert von der Digitalisierung, die übergreifende Lösungen für die Logistikkette ermöglicht – von der Bestimmung von Parametern für die personalisierte Medizin bis zur lückenlosen Rückverfolgung von Produkten über die gesamte Wertschöpfungskette.

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