amcure, eine Ausgründung des Karlsruher Instituts für Technologie (KIT), hat eine Serie A-Finanzierung über insgesamt fünf Mio. EUR abgeschlossen. Die Finanzierung erfolgt durch ein Konsortium unter der Führung der LBBW Venture Capital mit Beteiligung der KfW, der MBG Mittelständische Beteiligungsgesellschaft Baden-Württemberg, der S-Kap Beteiligungen Pforzheim, der BioM AG und Privatinvestoren.

Weiterhin erhält das Unternehmen Mittel des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) aus dem von Ascenion gemanagten Sonderprogramm Spinnovator. amcure wird die Mittel nutzen, um seine Produktkandidaten zur Behandlung von metastasierenden Tumoren weiterzuentwickeln, die aus langjährigen Arbeiten des Teams um Dr. Véronique Orian-Rousseau am KIT entstanden sind. amcures Serie von Entwicklungskandidaten bindet spezifisch an eine bestimmte Isoform des Oberflächenmoleküls CD44 und greift damit in zentrale Signalwege des Tumorwachstums ein.

Die Neubildung von Blutgefäßen (Angiogenese) sowie die Migration von Krebszellen und deren Invasion in andere Organe (Metastasierung) wird verhindert. „In-vivo-Daten zeigen, dass unsere Moleküle nicht nur das Wachstum von Primärtumoren stoppen, sondern auch die Entstehung von Metastasen verhindern und die Rückbildung bereits bestehender Metastasen bewirken können“, so Dr. Alexandra Matzke, wissenschaftliche Geschäftsführerin von amcure. „Solch überzeugende Daten in Modellen haben wir selten gesehen. Sollten sich diese Beobachtungen in der Klinik bei Patienten bestätigen lassen, kann amcure den Grundstein für eine wesentlich effektivere und nebenwirkungsärmere Tumortherapie legen“, ergänzt Dr. Harald Poth, Senior Investment Manager der LBBW Venture Capital.

Bei der Behandlung von metastasierenden Tumorarten besteht dringender medizinischer Bedarf. An dem oft spät erkannten Bauchspeicheldrüsenkrebs, einer der aggressivsten Krebsformen, sterben 95% der Patienten innerhalb von fünf Jahren nach der Diagnose. „Mit dem Konsortium um die LBBW Venture konnten wir erfahrene Investoren mit einem breiten Netzwerk gewinnen“, sagt Dr. Matthias Klaften, Vorsitzender der Geschäftsführung von amcure. „Wir freuen uns sehr, dass wir mit unserem Entwicklungsansatz überzeugen konnten und die nächsten Schritte der präklinischen und klinischen Phase finanziert werden können“, so Klaften.

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