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Der deutsche M&A-Markt durchlebt einen Negativtrend trotz der stabilen Lage am Gesamtmarkt in der EMEA-Region (Europa, Mittlerer Osten und Afrika): So ging laut aktuellem Deal Flow Predictor (DFP) von Intralinks die M&A-Aktivität im Frühstadium um 8,4% zurück.

Ursache sei die derzeitige Anti-EU-Stimmung: Die ansteigende Popularität der antieuropäischen Partei AfD bei den jüngsten Landtagswahlen im März führe zu Unbehagen unter Dealmakern, erklärt Intralinks in seiner Studie.

Zurückhaltung wegen EU-Krise

M&A-Experten waren mit ihren Investitionen im März 2016 deutlich zurückhaltender als noch im Vergleichszeitraum 2015 – das deutsche M&A-Wachstum sank gar um ganze 22%. „Darüber hinaus spürt Deutschland als führender Exporteur von Investitionsgütern die Auswirkungen der zurückgehenden Nachfrage aus China“, bemerkt Philip Whitchelo, Vice President of Strategy and Product Marketing von Intralinks.

Nach neuesten Erkenntnissen des DFP liegt die Asien-Pazifik-Region mit einem Anstieg der M&A-Aktivitäten von 9,7% auf Platz eins, gefolgt von der EMEA-Region. EMEA hat sich dank einer starken Performance der Benelux- und skandinavischen Länder sowie Frankreich, Spanien und Italien positiv entwickelt und verzeichnet einen Anstieg der frühzeitigen M&A-Aktivitäten um 7,5%.

Kein enormer Anstieg erwartet

In Großbritannien dagegen lösen die politischen Spannungen rund um den „Brexit“ Zurückhaltung bei den Dealmakern aus. So ist das M&A-Wachstum im Vergleich zum Vorjahreszeitraum auf 3% gesunken – im vierten Quartal 2015 verzeichnete das Königreich noch ein Zuwachs von 15%.

„Auf Basis unserer Erkenntnisse über die M&A-Aktivitäten im Frühstadium, prognostizieren wir in den ersten neun Monaten 2016 global gesehen eine flache Kurve bezogen auf die Anzahl der bekanntgegebenen Transaktionen im Vergleich zum letzten Jahr“, lautet die Einschätzung von Whitchelo für das Gesamtjahr 2016.

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