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Manuel Hoelzle ist Chefanalyst und Susanne Klebl Konferenzmanagerin bei der GBC AG.
Die Autoren: Manuel Hoelzle ist Chefanalyst und Susanne Klebl Konferenzmanagerin bei der GBC AG.

Wir verfolgen den Trend des Themas Nachhaltigkeit nun seit mehreren Jahren, aber immer noch wird hinter verschlossenen Türen und vorgehaltener Hand darüber gesprochen. Doch es bleibt weiterhin ein Aufwärtstrend bei den institutionellen Investoren. Von Manuel Hoelzle und Susanne Klebl

Neben den Versicherungen, Pensionskassen oder Stiftungen achten auch Privatanleger bei ihrer Geldanlage auf die sozialen und ökologischen Kriterien und prüfen die Grundsätze der Unternehmensführung, in die sie investieren. Nach neuesten Erkenntnissen der Universität Stuttgart stieg auch dieses Jahr der Stimmungsindex um 1,8 Punkte auf 17,5 Punkte und unterstreicht den Trend der nachhaltigen Kapitalanlage. Auch stieg die Zahl der Großanleger auf 60% an, die nachhaltige Investmentkriterien in der Kapitalanlage berücksichtigen, die Jahre zuvor waren es noch 58% (2015), 56% (2014) und 48% (2013).

Abb. 1 GBC NachhaltigkeitIst Nachhaltigkeit im börsennotierten Mittelstand bereits angekommen?
Nicht nur bei DAX-Unternehmen werden Nachhaltigkeitsberichte herausgegeben, auch mittelständische Unternehmen gehen dem Trend nach und verfassen Nachhaltigkeitsberichte, um attraktiver für Investoren zu werden. Wie sich der Trend bewegt und wie er von den Unternehmen gesehen wird, haben wir in unserer Studie im Zeitraum September und Oktober 2016 zusammengetragen und unsere Ergebnisse der letzten beiden Jahre unterstreichen können .
Abb 3 GBC NachhaltigkeitAngaben vom Vorjahr wurden nochmals überdacht
Laut diesjähriger Umfrageergebnisse haben die Unternehmen ihre Aussagen über den größten Einfluss gewandelt, und 70% der Befragten räumen ein, dass aufgrund gesetzlicher Vorgaben nachhaltige Unternehmenspraktiken durchgeführt werden. Dennoch räumen 62% ein, dies auch aus strategischer Unternehmenspolitik durchzuführen, welches das Ergebnis vom Vorjahr mit 59% unterstreicht. Die Wünsche der Verbraucher mit 22% schlagen nicht allzu sehr zu Buche.
Was verstehen wir unter Nachhaltigkeit? Es wird in die Teilbereiche der ökologischen, ethisch-sozialen sowie ökonomischen Nachhaltigkeit unterteilt. Im Folgenden haben wir diese Teilbereiche auf Basis der Befragung beleuchtet.
Ökologische Nachhaltigkeit
Das Thema Umweltschutz wird im Mittelstand sehr ernst genommen. 62% der Befragten stufen das Thema Umwelt als wichtig oder sehr wichtig ein (VJ 65%). Eine Co2-Bilanz/Klimabilanz erstellen aber mit 36% weiterhin etwa ein Drittel (VJ 29%).
Auf die Frage, welcher Beitrag für den Umweltschutz geleistet wird, gaben 47% an, besondere Energieeffizienzsysteme einzusetzen (VJ 44%). 43% betreiben auch teilweise eine eigene Stromversorgung oder setzen auf Ökostrom und 30% setzen besondere Recyclingverfahren ein. Das papierlose Büro scheint in der Praxis nachhaltig schwierig umsetzbar, jedoch hat es um 5 Prozentpunkte zum Vorjahr an Bedeutung gewonnen (13 %).

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