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Am gestrigen Mittwoch diskutierten ca. 100 Teilnehmer im 49. Stock des Commerzbank Tower über die Zukunft der Mitarbeiterbeteiligung.
Quelle: PantherMedia/Amir Pour-Heidari

Das Thema Mitarbeiterbeteiligung besitzt in Deutschland gelinde gesagt noch Entwicklungspotential. Grund genug für das Deutsche Aktieninstitut zusammen mit der Commerzbank, dem Verband Global Equity Organisation (GEO) sowie der Kommunikationsagentur Unequity zur Konferenz „Zukunft der Mitarbeiterbeteiligung“ in den Commerzbank Tower in Frankfurt zu laden.

Über den Dächern Frankfurts diskutierten die rund 100 Teilnehmer über praktische Herausforderungen sowie Lösungsansätze und Herausforderungen bei der Implementierung aktienbasierter Vergütungsprogramme. Neben der imposanten Aussicht aus dem 49. Stock des Commerzbank Towers bot die Veranstaltung darüber hinaus hochkarätige Referenten: SAP, Voestalpine, Osram, RWE, KWS SAAT und Drägerwerk präsentieren ihre Mitarbeiterbeteiligungsprogramme.

In anschaulichen Präsentationen schilderten die Referenten, welche Erfahrungen sie bei der Einführung ihrer Mitarbeiterbeteiligungsprogrammen gemacht haben. Dabei wurde gezeigt, welche Probleme und Hürden auftreten können, aber auch wie man diese gemeistert hat. Die einzelnen Fallbeispiele unterschieden sich dabei recht deutlich, wodurch ein umfassendes Bild über die verschiedenen Arten von Mitarbeiterbeteiligungsprogrammen gezeichnet wurde.

Den Anfang machte Dr. Werner Brandt, Finanzvorstand und Arbeitsdirektor von SAP, der u.a. die Bedeutung eines attraktiven Vergütungssystems zur Gewinnung von internationalen Spitzenkräften betonte. Hierdurch könne ein wichtiger Beitrag zum nachhaltigen Unternehmenserfolg geleistet werden. Max Stelzer, geschäftsführendes Vorstandsmitglied, berichtete über das Voestalpine-Modell, in dem Belegschaftsaktionäre gleichzeitig als Ankeraktionäre der Gesellschaft fungieren. Dabei ging er auf Rahmenbedingungen, die speziell für Österreich gelten und die bei der Einführung des Programms eine wichtige Rolle spielten.

Philip Heßen von Osram und Simone Schmitt-Schillig, Geschäftsführerin von Unequity, schilderten den besonderen Fall von Osram, bei dem das Mitarbeiterbeteiligungsprogramm parallel zum Börsengang implementiert wurde (vgl. GoingPublic Magazin 10/2013). Hans Jörg Braunschweig von RWE erklärte zusammen mit Romi Schmidt von der Commerzbank, wie sich das 1958 aufgelegte RWE-Belegschaftsaktienprogramm in über einem halben Jahrhundert immer wieder dem Wandel der Zeit angepasst hat. Stellvertretend für kleinere Gesellschaften präsentierte Hans Wilkenhöner von KWS SAAT die „Mitarbeiterbeteiligung in einem SDAX-Unternehmen“ (vgl. GoingPublic Magazin Special „Mitarbeiterbeteiligung 2011“).  Den Abschluss bildeten Dr. Richard Backhaus von Drägerwerk und Ralf Schmidt-Stoll von der Deutschen Bank, die über das in diesem Jahr „frisch eingeführte“ Mitarbeiterbeteiligungsprogramm im Familienunternehmen Drägerwerk referierten. Im Anschluss an die jeweiligen Vorträge hatten die Teilnehmer die Gelegenheit, Fragen an die Referenten zu richten. Zudem wurden die Pausen zum intensiven Netzwerken genutzt.

Abgerundet wurde die Veranstaltung durch eine Podiumsdiskussion mit Philip Heßen, Prof. Dr. Matthias Zimmer, MdB und stellv. Vorsitzender Arbeitnehmergruppe der CDU/CSU Bundestagsfraktion, Max Stelzer und Jörg Ziegler, Leiter kapitalmarktorientierte Vergütung bei KPMG und Sprecher des GEO DACH. Chapters. Die Diskutanten waren sich einig, dass es sowohl auf der politischen Ebene als auch bei den Unternehmen und deren Mitarbeitern noch Einiges zu tun gebe, um dem Thema Mitarbeiterbeteiligung einen höheren Stellenwert einzuräumen.

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