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SFC Energy (ISIN: DE0007568578) will seine Position im Sicherheits- und Verteidigungsmarkt der Vereinigten Arabischen Emirate ausbauen. Gemeinsam mit dem staatlichen Technologiekonzern EDGE sollen Brennstoffzellen- und Hybridsysteme weiterentwickelt und lokal integriert werden. Angaben zum Auftragsvolumen oder zu möglichen Umsatzbeiträgen liegen bislang nicht vor. Von Jenny Gspahn-Staudigl


Die SFC Energy AG und EDGE haben eine strategische Kooperationsvereinbarung zur Entwicklung, Validierung und Vermarktung fortschrittlicher Stromversorgungslösungen geschlossen. Die Systeme sind für Anwendungen in den Bereichen Verteidigung, öffentliche Sicherheit und kritische Infrastruktur in den Vereinigten Arabischen Emiraten (VAE) vorgesehen.

Innerhalb des EDGE-Konzerns übernimmt Al Fahad Electrical Systems die Umsetzung der Vereinbarung. Die Gesellschaft ist auf integrierte Sicherheitssysteme und IT-Infrastruktur spezialisiert.

In die Zusammenarbeit sollen bestehende Technologien von SFC Energy einfließen. Dazu gehören die taktischen Brennstoffzellen SFC JENNY und SFC EMILY, die EFOY-Hybridstromversorgungssysteme sowie Stromversorgungsplattformen des Typs SFC LAPS-R.

Die Partner wollen die Systeme für anspruchsvolle Sicherheitsanwendungen weiterentwickeln und integrieren. Nach Unternehmensangaben gehören dazu auch Hochenergielaser und sogenannte Directed-Energy-Systeme. Diese benötigen eine leistungsfähige und belastbare Stromversorgung.

Erste Demonstrationssysteme befinden sich dem Unternehmen zufolge bereits in der Entwicklung. Einen Zeitplan für die Validierung oder einen möglichen kommerziellen Einsatz nannte SFC Energy nicht.

Lokale Fertigung wird geprüft

Neben der gemeinsamen Produktentwicklung prüfen die Partner Möglichkeiten zur lokalen Fertigung, Integration und Wartung. Darüber hinaus soll das Exportpotenzial in weiteren Märkten der Region untersucht werden.

Für SFC Energy könnte die Zusammenarbeit damit über eine reine Lieferbeziehung hinausgehen. Eine lokale Produktion würde die Präsenz des Unternehmens in den VAE vertiefen und zugleich die Bestrebungen des Landes unterstützen, eigene technologische und industrielle Fähigkeiten aufzubauen.

SFC-Vorstandschef Peter Podesser sieht die geplanten Proof-of-Concept-Projekte als ersten Schritt in Richtung eines operativen Einsatzes. Die anschließende lokale Integration, Wartung und Fertigung sollen nach seinen Angaben eine Grundlage für den Ausbau der Aktivitäten in den VAE und der weiteren Region schaffen.

Ob hierfür zusätzliche Investitionen erforderlich sind und wie mögliche Erlöse zwischen den Partnern verteilt werden, geht aus der Mitteilung nicht hervor.

Aktie legt im Tagesverlauf zu

1 Jahreschart SFC Energy AG Stand 27.10.2026 14:00 Uhr || Quelle: stock3.com

Die SFC-Energy-Aktie notiert aktuell bei 17,76 EUR und konnte ein Plus von 1,89 % verzeichnen. Damit notiert die Aktie rund 28% unter ihrem 52-Wochen-Hoch von 24,75 EUR und liegt knapp 57% über dem 52-Wochen-Tief von 11,32 EUR. Die Marktkapitalisierung liegt aktuell bei rund 303,42 Mio. EUR

Fazit

Die Partnerschaft mit EDGE eröffnet SFC Energy einen strategisch interessanten Zugang zum Sicherheits- und Verteidigungsmarkt der Vereinigten Arabischen Emirate. Die geplante lokale Integration und mögliche Fertigung könnten langfristig zusätzliche Wachstumschancen schaffen. Entscheidend wird sein, ob aus den Demonstrationsprojekten kommerzielle Aufträge mit messbaren Umsatz- und Ergebnisbeiträgen entstehen.

Autor/Autorin

Content Managerin at GoingPublic Media AG

Jenny Gspahn-Staudigl ist Content Managerin für die Kapitalmarkt-Plattform GoingPublic (GoingPublic, HV Magazin, www.goingpublic.de). In ihrer täglichen Arbeit beschäftigt sie sich mit Themen rund um den Aktienmarkt, aktuelle Börsengänge sowie alle Aspekte rund um die Börsennotiz von Unternehmen.