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HV Magazin 2/2013

Interview mit Prof. Dr. Marcus Labbé und Dr. Thomas Kienle, Labbé &Cie.

18 HV-PRAXIS HV Magazin: Professor Labbé, kann man Karriere planen? Prof. Dr. Marcus Labbé: Erfolg folgt dem eigenen Glücksempfinden, oder um es auf die relevante Kurzformel zu brin- gen: „Success follows happiness!“ Karriere kann man nur bedingt und in- sofern planen, als man sich bewusst mit den ureigenen Präferenzen und Vorlieben auseinandersetzen sollte, kurzum mit der Frage: Was treibt mich im tiefsten Inneren an? Dieser Frage ge- hen wir auf den Grund, wenn es um die Neu- oder Nachfolgebesetzung von Schlüsselpositionen geht. Letztlich geht es darum, immer zwei Seiten fest im Blick zu haben, nämlich unsere Mandanten sowie die von uns empfoh- lenen Kandidaten. Wenn beide mitei- nander glücklich werden, haben wir un- ser Ziel erreicht, nachhaltigen Kunden- nutzen zu stiften. HV Magazin: Herr Dr. Kienle, ist denn eine Karriere an sich ein erstrebenswertes Ziel? Dr. Thomas Kienle: Wenn ich mit Topfüh- rungsnachwuchs spreche, dann hoffe ich, dass ich bei einem Wiedersehen in einigen Jahren nicht nur auf karriere- fokussierte Machiavellisten, sondern vor allem auf mit sich und dem Erreichten zufriedene Persönlichkeiten treffe. Nur wer als Persönlichkeit in seiner Mitte ruht, ist souverän und kommt grund- sätzlich für uns und unsere Mandanten in Frage. Nur wer fachlich wie charak- terlich geeignet ist, wird Karriere aus eigenem Potenzial heraus machen. Das wesentliche Ziel lautet: Mandant und Kandidat müssen zusammenpassen. Wir sind nicht dafür bekannt, Kandi- daten aus Datenbanksätzen zu heben, um schnellstmöglich Personen zu prä- sentieren, die nur möglicherweise ge- eignet sind. Unser Antrieb ist es, lang- fristigen Kundennutzen vor kurzfristigen Auftragsnutzen zu stellen. Denn erst dann stellt sich Mehr-Wert ein. HV Magazin: In welchen Branchen und Unternehmensbereichen sehen Sie für dieses und nächstes Jahr die besten Aussichten für einen Karrieresprung? Labbé: Generell gilt, dass in den meisten Branchen derzeit etwas vorsichtiger ge- plant wird als noch vor einem Jahr. Ins- besondere im Maschinen- und Anlagen- bau sowie auch in der Automobilzu- lieferindustrie gibt es Warnindikatoren. Das Wechselkarussell wird sich unseres Erachtens dennoch nicht langsamer drehen. Denn unabhängig von einzel- nen Signalen bestehen große Unter- schiede in den Erwartungen einzelner Unternehmen und den Chancen, die „Aufsichtsräte und Vorstandskandidaten müssen auf das richtige Pferd setzen“ Das HV Magazin im Gespräch mit Prof. Dr. Marcus Labbé und Dr.Thomas Kienle, Labbé & Cie. Dr.Thomas Kienle kienle@labbe-cie.de Prof. Dr. Marcus Labbé labbe@labbe-cie.de Top Executive Search war lange Zeit eine Domäne global und industriali- siert aufgestellter Player, die weltweit geeignete Kandidaten für (vakante) Vorstands- oder Aufsichtsrats- positionen suchen. Tatsächlich aber hat sich ernstzunehmende Konkurrenz etablieren können. Als kleines, aber feines Beratungshaus gelten Labbé & Cie. Zu den Mandanten gehören Aufsichtsrats- und Vorstandsvor- sitzende von Börsenunternehmen ebenso wie Leitungsgremien und Gesellschafterausschüsse von Familienunternehmen.

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