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Die deutsch-spanische SYGNIS AG ist Spezialist für die Entwicklung neuartiger Tools für die Molekularbiologie. Innerhalb der schnell wachsenden DNA- und Protein-Analyse Märkten stößt das Portfolio von SYGNIS auf rege Nachfrage. Nun will das Unternehmen weiter wachsen und plant die Akquisition der britischen Expedeon Holdings, einem Anbieter von Lösungen für die Proteindetektion, -aufreinigung und -analyse. Mit der Transaktion will SYGNIS vor allem seine Vertriebstätigkeiten ausbauen. Zur Finanzierung ist eine Bezugsrechtskapitalerhöhung geplant.

GoingPublic: Frau de la Huerta, die SYGNIS AG plant die Akquisition der Expedeon Holdings Ltd. Was sind die Hintergründe dieses Vorhabens?

De la Huerta: SYGNIS verfügt über eine einzigartige, innovative Technologie und auf dieser Grundlage über ein gutes, aber immer noch überschaubares Produktportfolio. SYGNIS fehlt ein direktes Vertriebsteam, um seine Verkäufe kurzfristig anzukurbeln. Der Aufbau einer SYGNIS-eigenen Vertriebsmannschaft würde viel Zeit und Geld in Anspruch nehmen und wenig effizient sein, da unser Portfolio noch zu klein ist, um einen eigenen Vertriebsapparat aufrecht erhalten zu können. Vor diesem Hintergrund haben wir nach einem Übernahmekandidaten gesucht, der den Vertrieb mitbringt, mit dem wir direkt zum Endkunden gehen können und der gleichzeitig ein größeres und ergänzendes Portfolio liefert. Dadurch können wir dem Endkunden eine Produktpalette anbieten, die seine Bedürfnisse breit abdeckt. Genau das setzen wir nun gemeinsam mit Expedeon um. Expedeon hat einen profitablen Vertrieb, ist in den für SYGNIS-Produkte wichtigen Märkten gut positioniert und verfügt über ein breites, patentgeschütztes Portfolio, das komplementär zu unserem ist. Die Produkte von Expedeon zielen auf das Proteomik-Segment ab, unsere auf den Genomik-Markt. Das bedeutet, dass wir nicht im Wettbewerb stehen. Somit passt die Transaktion ideal zu unserem Bestreben, ein starkes, gemeinsames Unternehmen mit Fokus auf die Molekularbiologie zu schaffen.

GoingPublic: Um die Transaktion zu finanzieren, plant SYGNIS eine Bezugsrechtskapitalerhöhung in Höhe von bis zu 20,5 Mio. Aktien. Was können Sie uns dazu heute schon sagen?

De la Huerta: Die Kapitalerhöhung hat zwei Ziele: Das erste und wichtigste Ziel ist der Erwerb von Expedeon in Form einer Transaktion durch Sacheinlage. Dafür haben wir uns gemeinsam mit Expedeons Aktionären darauf geeinigt, 15,7 Mio. Aktien gegen 94% ihres Unternehmens zu tauschen. Der zweite Teil der Vereinbarung sieht vor, einen Geldbetrag einzuwerben, um einerseits Expedeon die fehlenden 6% (1,7 Mio. EUR) zu bezahlen und zudem bis zu 3,3 Mio. EUR zur Deckung der Transaktionskosten und liquide Mittel als Puffer für die künftige Unternehmensentwicklung zu erhalten.

Pilar de la Huerta, CEO/CFO, SYGNIS AG
Pilar de la Huerta, CEO/CFO, SYGNIS AG

GoingPublic: Herr Dr. Lanckriet, die Produktlinien von SYGNIS und Expedeon zielen auf sich ergänzende Marktsegmente. Können Sie das konkretisieren?

Lanckriet: Der Markt für Life-Science-Tools und Reagenzien hat zwei zentrale Unterkategorien: Genomik und Proteomik. Expedeons Produktlinien adressieren in erster Linie das Proteomik-Segment. Die neuesten, innovativen Produktlinien von SYGNIS im Bereich der DNA-Amplifikation versetzen uns in die Lage, das gesamte Spektrum der Life-Science-Forschung abzudecken. Wir werden ein umfassendes und vollständiges Produktangebot für unsere bestehende Kundenbasis anbieten können, während wir unsere Reichweite um das Segment der Genomforschung ausbauen.

 

GoingPublic: Mit der Übernahme durch SYGNIS erhält Expedeon Zugang zum Kapitalmarkt. Wie wollen Sie damit ihre Aktivitäten weiter ausbauen?

Lanckriet: Wir wollen die uns zur Verfügung stehenden Ressourcen nutzen, um weiterhin Investitionen in unser Wachstum zu ermöglichen und unsere Vertriebs- und Marketinginfrastruktur sowie die Entwicklung neuer Produkte zu tätigen. Gemeinsam haben wir das Ziel, das Wachstum aus Produktverkäufen zu erhöhen.

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