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Wellster, nach eigenen Angaben der führende Anbieter telemedizinischer Plattformlösungen in der EU, hat am 22. Juni eine Finanzierungsrunde in Höhe von 40 Millionen US-Dollar (35 Millionen Euro) abgeschlossen. Angeführt wurde die Runde durch die Münchner Dermapharm (Grünwald) mit Unterstützung durch die bestehenden Investoren HV Capital und SevenVentures. Ferber & Co. hat Wellster bei ihrer Finanzierungsrunde begleitet und unterstützt. Das neue Funding wird Wellster dazu nutzen, sein Angebot auf weitere medizinische Behandlungsbilder auszuweiten und dadurch neue Zielgruppen zu erschließen. Für Wellster eröffnen sich aber nun auch weitere Wachstumsoptionen wie zum Beispiel direkte Übernahmen von bestehenden Unternehmen am Markt.

Vertikale Komplettlösungen im digitalen Gesundheitssektor

Wellster kombiniert Telemedizin, medikamentöse und digitale Therapien zu vertikalen Komplettlösungen, die jeweils auf ein Gesundheitsthema abgestimmt sind. Durch die Zusammenarbeit mit der apothekereigenen Noventi-Gruppe unterstützt Wellster Apotheken bei der Erschließung der Online-Kanäle. Dadurch bietet das Healthtech-Unternehmen den Apotheken vor Ort zusätzliche Umsatzmöglichkeiten und eine zeitgemäße Kundenbindung. In Deutschland hat Wellster neben Portalen für psychische Gesundheit und medizinische Selbsttests, die Marke ‚Spring‘ mit den Portalen gospring.de (Intimgesundheit) und myspring.com (Haarausfall) gelauncht.

Wellster nimmt USA als Vorbild und will die Führung auf dem europäischen Markt ausbauen

“Die Funding Runde kommt zu einem Schlüsselmoment in unserer Entwicklung”, so Dr. Manuel Nothelfer, Mitgründer der Wellster Healthtech Group. “Es bestätigt unsere Ambition, die Führung auf dem europäischen Markt zu etablieren und in Zukunft unser Angebot für weitere Zielgruppen auszubauen und damit bestehende Versorgungslücken zu schließen.”

Wellster wurde 2018 von Dr. Manuel Nothelfer und Nico Hribernik gegründet, um mehr Menschen einen modernen Zugang zu wirksamen medizinischen Behandlungen zu geben. Langfristig strebt das Münchner Start-up eine größere Expansion in der EU an. Wellster sieht sich bereits nach dieser kurzen Zeit als führender Anbieter im Bereich voll-integrierter Gesundheitsplattformen in der EU. Das Modell wird in den USA sehr erfolgreich von Unternehmen wie Hims und Roman betrieben. Während Hims (Hims & Hers) im Januar mit einem Börsengang zu einer 1,6 Milliarden US-Dollar Bewertung via SPAC vorgelegt hat, will Roman Pressestimmen zufolge mit einer weitaus höheren Bewertung folgen. „Unsere Multi-Plattformstrategie erlaubt uns personalisierte Behandlungen auf einzelne Zielgruppen abstimmen zu können. Dadurch ist es uns möglich, auf individuelle Gesundheitsprobleme besser einzugehen, was letztendlich zu einem verbesserten Behandlungserfolg sowie mehr Vertrauen bei den Patienten führt“, so Nico Hribernik, Co-Founder bei Wellster.

Interesse der Investoren geweckt

„Wir haben uns in den vergangenen Jahren intensiv mit dem digitalen Gesundheitsmarkt und Telemedizin-Plattformen in Europa beschäftigt. Wellster hat uns überzeugt, da das Unternehmen Marktverständnis, Aufbau einer vertikal integrierten Supply Chain, Kompetenz beim Brand Building und den Wunsch, einen echten Unterschied im Leben der Patienten zu schaffen, vereint. Aus unserer Sicht ist es Wellster als einziges Unternehmen in Europa gelungen, ein durch Hims&Hers oder auch Roman in den USA bereits etabliertes Konzept, sinnvoll für den europäischen Markt zu adaptieren und zu skalieren“, sagt Nawid Ali-Abbassi, Partner bei HV Capital.

Seit der Gründung 2018 konnte Wellster bereits HV Capital, die HGDF Familienholding sowie weitere erfolgreiche Unternehmer als Investoren zu gewinnen. Zu nennen sind hier die FlixBus Gründer, Serienunternehmer Mato Peric, Jean-Remy von Matt und Reinold Geiger, Gründer und CEO des Kosmetikkonzerns l’Occitane.
Seit dem Go-Live im Mai 2019 nutzen bereits mehr als 1 Mio. Menschen die telemedizinische Konsultation. Zudem konnte die Wellster Healthtech Group nach eigenen Angaben in den vergangenen 12 Monaten ein Umsatzwachstum von über 400 Prozent verzeichnen.

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