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Bis zu 443 Mio. EUR soll die im Dezember 2013 unterzeichnete Kooperation mit der Schweizer Roche der Prothena Corporation im besten Falle einbringen. Kürzlich flossen nun die ersten 22 Mio. EUR im Rahmen dieser Vereinbarung an das Antikörper Spin-Off der irischen Elan Corporation – im Vorjahr von Perrigio übernommen. Bei der Kooperation geht es vor allem um einen experimentellen Antikörper, den Prothena gerade auf seine Wirksamkeit bei Parkinson testet. Gelingt es dem experimentellen Antikörper PRX002 noch in diesem Sommer in die klinische Entwicklung einzutreten, soll eine weitere Zahlung in Höhe von 11 Mio. EUR erfolgen. Durchläuft der Antikörper auch die weiteren Entwicklungsschritte planmäßig, würden neben weiteren Meilensteinzahlungen auch Tantiemen, beides in Höhe von bis zu 410 Mio. EUR fällig.

Klinische Studien noch im ersten Halbjahr geplant
Der monoklonale Antikörper befindet sich zwar erst in der Präklinik, soll jedoch im Laufe des ersten Halbjahres in die Phase I der klinischen Entwicklung eintreten. Ziel des Antikörpers PRX022 ist ein Protein mit Namen Alfa-Synuclein, das im Falle inkorrekter Faltung für Nervenzellen toxisch ist. Inkorrekt gefaltete Alfa-Synuclein Eiweiße lagern sich nämlich zu Aggregaten zusammen und diese sind Bestandteil der Einschlüsse, die bei mehreren neurodegenerativen Erkrankungen im Gehirn nachweisbar sind.

In transgenen Mäusen erfolgreich
In transgenen Mäusen mit Parkinson Krankheit erbrachte die passive Immunisierung mit 9E4, der Mausvariante von PRX002, erste ermutigende Ergebnisse hinsichtlich der pathologischen Veränderungen im Gehirn der Tiere wie auch in den anschließenden Verhaltenstests. Hoffnungen für einen Einsatz am Menschen schürt auch eine neue Technologie entwickelt in Roches Zentrum für Pharma Research and Early Development (pRED) in Basel. Die als „Brain Shuttle“ bezeichnete Technologie soll gemäß Roche einen effizienten Antikörpertransfer über die Blut-Hirnschranke ermöglichen – bisher der Knackpunkt beim Einschleusen von Medikamenten ins Gehirn. Glaubt man Roche, lässt sich mittels „Brain Shuttle“ der therapeutische Effekt von Antikörpern um den Faktor 55 erhöhen.

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