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Geschätzte fünf bis zehn Millionen Menschen leiden in der EU unter Vorhofflimmern, Tendenz steigend. Von der Herzrhythmusstörung Betroffene beschreiben die Störung als Herzrasen mit Atemnot und Angstzuständen. Der Bedarf an Medikamenten zur Behandlung von Vorhofflimmern ist hoch, vor allem deshalb, weil diese Form der Herzrhythmusstörung das Risiko für einen Herzinfarkt oder einen Schlaganfall drastisch erhöht. OMEICOS Therapeutics, ein Spin-off des MDC (Max-Delbrück-Centrum), hat vor einiger Zeit gemeinsam mit dem University of Texas Southwestern Medical Center (UTSW) ein Stoffwechselprodukt von Omega-3-Fettsäuren gefunden, das eine stabilisierende Wirkung auf den Herzrhythmus besitzt.

Nach Synthese verschiedener chemischer Verbindungen mit ähnlicher Struktur, sind die Wissenschafter mit OMT-33 nun fündig geworden. In Modellsystemen konnte der Wirkstoffkandidat das Auftreten von Vorhofflimmern bereits signifikant reduzieren. Der erste Erfolg soll schon bald in einem wirkungsvollen Medikament gipfeln. Da hierzu weitere finanzielle Mittel notwendig sind, verhandelt das Team von OMEICOS gegenwärtig mit mehreren interessierten Investoren um eine Beteiligung. Für die präklinische Entwicklung von OMT-33 werden mehrere Millionen Euro benötigt. Läuft die Präklinik wie geplant, ist der Eintritt in die klinische Entwicklung für das Jahr 2016 anvisiert.

Durch Finanzierung vom Spin-off zum Start-up

Das im BioTech-Campus Berlin-Buch gegründete Unternehmen erhielt erste Finanzierungshilfen aus Mitteln der Ausgründungsförderung der Helmholtz-Gemeinschaft (Helmholtz-Enterprise) und der Pre Go Bio-Förderung des MDC. Die Seed-Finanzierung der OMEICOS Therapeutics erfolgte schließlich durch eine Beteiligung des High-Tech Gründerfonds und einer Pro FIT-Förderung des Landes Berlin in Höhe von insgesamt 500.000 EUR. Dr. Matthias Dill, der verantwortliche Investmentmanager beim High-Tech Gründerfonds kommentierte den Forschungserfolg wie folgt: „Für den Wirkstoff von OMEICOS gibt es einen hohen medizinischen Bedarf. Deswegen freuen wir uns, dass der High-Tech-Gründerfonds dabei helfen konnte, das Projekt aus der Forschung in ein Start-up Unternehmen weiterzuentwickeln“.

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