Der Schweizer Pharmakonzern Novartis sieht sich in den USA Strafzahlungen aufgrund angeblich gezahlter Schmiergelder ausgesetzt. Die Strafzahlungen sollen demnach bis zu 3,5 Mrd. EUR betragen. Das geht aus einer Klageschrift hervor, die bei einem Bundesgericht in Manhattan eingereicht wurde.

Der Vorwurf: Novartis soll Apotheken bestochen haben, explizit die konzerneigenen Medikamente Exjade und Myfortic zu verkaufen, auf Kosten von Konkurrenz-Produkten. Exjade wird eingesetzt, um den Eisengehalt im Blut von Patienten zu senken, die Blutinfusionen erhalten. Myfortic dient bei Nierentransplantationen zur Unterdrückung von Abstoßungsreaktionen.

Die Zahlungen seien als Rabatte getarnt worden. Dadurch seien Schäden für die staatlichen Gesundheitsprogramme entstanden, welche die Kosten für die Behandlung übernommen hatten.

Novartis streitet die Vorwürfe ab und will sich in dem entsprechenden Gerichtsverfahren dagegen zur Wehr setzen. Allerdings hat das Gericht bereits die meisten der vorgetragenen Klagepunkte zugelassen. Der Prozess beginnt am 2. November. Allein die US-Regierung fordert bis zu 1,52 Mrd. USD Schadenersatz.

Über den Autor

Die GoingPublic Redaktion informiert über alle Börsengänge, Being Public, Investor Relations, Tax & Legal, Themen und Trends rund um die Hauptversammlung sowie Technologie – Finanzierung – Investment in den Lebenswissenschaften.