Das am 31. März 2014 zu Ende gegangene erste Quartal beendete der Antikörperspezialist MorphoSys mit leicht verringerten Umsatzerlösen im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Anstelle von 16,9 Mio. EUR (Q1/13) erlöste das Unternehmen mit 15,9 Mio. EUR rund 6 % weniger Umsatz. MorphoSys macht dafür primär die Einmalzahlung der Firma BioRad für eine HuCAL-Lizenz im Rahmen des Verkaufs von AbD Serotec verantwortlich. Auch das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) fiel von 2,5 Mio. EUR in Q1/13 auf aktuell 1,4 Mio. EUR.

Die liquiden Mittel, Wertpapiere und verzinslichen Schuldscheindarlehen des Unternehmens beliefen sich zum 31. März 2014 auf 380,4 Mio. EUR. Das vierte Quartal 2013 zum 31. Dezember hatte MorphoSys mit 390,7 Mio. EUR beendet. Die betrieblichen Aufwendungen verringerten sich im ersten Quartal 2014 leicht von 14,6 Mio. EUR  auf 14,5 Mio. EUR. Der Nettogewinn lag in den ersten drei Monaten des laufenden Geschäftsjahres bei 1,1 Mio. EUR. In der Vorjahresperiode hatte das Unternehmen einen Nettogewinn von 7,9 Mio. EUR gemeldet, dabei stammten jedoch 6 Mio. EUR aus nicht fortgeführten Aktivitäten. Der resultierende Gewinn je Aktie (verwässert) aus fortgeführten Aktivitäten liegt in den ersten drei Monaten 2013 bei 0,04 EUR.

Ausblick 2014
Die Finanzprognose für das laufende Geschäftsjahr wurde vom Vorstand bestätigt. Demnach erwartet MorphoSys einen Konzernumsatz zwischen 58 Mio. und 63 Mio. EUR. Das EBIT wird sich den Schätzungen zu Folge zwischen minus 11 Mio. und minus 16 Mio. EUR belaufen. Bei den firmeninternen Investitionen rechnet MorphoSys mit 36 Mio. bis 41 Mio. EUR.

Strategische Allianz mit US-Universität
Neben den Geschäftszahlen meldete MorphoSys die Initiierung einer strategischen Partnerschaft mit dem zur „Temple University School of Pharmacy“ in Philadelphia gehörenden „The Moulder Center for Drug Discovery Research“. Die strategische Allianz betrifft die Entwicklung neuer therapeutischer Antikörper. Im Rahmen der Vereinbarung werden die Amerikaner den Zugang zu der von MorphoSys entwickelten Technologie Ylanthia erhalten, um damit neue krankheitsrelevante Zielmoleküle zu validieren und entsprechende Antikörper-Kandidaten zu generieren. MorphoSys erhält die Option, jeden resultierenden Antikörper exklusiv weiter zu entwickeln. Finanzielle Details zum Deal wurden nicht veröffentlicht.

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