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Das Biotechnologieunternehmen Molecular Partners verzichtet bis auf weiteres auf einen Börsengang. Als Grund nennt das Unternehmen in einer Mitteilung das „ungünstige Börsenumfeld.“ Ursprünglich war als erster Handelstag der Namensaktien von Molecular Partners der 22. Oktober geplant.

Mit dem Börsengang wollte die Firma umgerechnet  rund 104 Mio. EUR einnehmen. Ein Unternehmenssprecher verwies auf den Abwärtsdruck an den Aktienmärkten in den vergangenen Wochen, sowie auf die gestiegene Volatilität. „Das hat die Investitionsfreude der Anleger doch belastet, und wir haben das zu spüren bekommen“, so der Sprecher. Die Reaktionen auf den Geschäftsplan des Unternehmens seien aber gut gewesen. Es sei daher nicht ausgeschlossen, dass Molecular Partners in Zukunft einen weiteren Anlauf für einen Börsengang starten werde.

Molecular Partners verfügt noch über kein marktreifes Medikament. Der Börsengang sollte daher dazu dienen, die Produktepipeline und die Technologieplattform voranzutreiben und auszubauen. Die Firma ist auf Protein‐basierte Medikamente spezialisiert, sogenannte DARPin. Der Fokus liegt auf Augenkrankheiten und Krebs. Der am weitesten fortgeschrittene Produktkandidat Abicipar wird zusammen mit dem US-Pharmakonzern Allergan zur Behandlung der feuchten Form der altersbedingten Makuladegeneration entwickelt.

Hinter Molecular Partners stehen Risikokapitalgeber wie Essex Woodlands, Index Ventures, Johnson & Johnson Development Corporation, BB Biotech Ventures und Endeavour Vision. Zu den strategischen Partnern zählen Allergan und Roche.

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