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Die MagForce AG (Frankfurt, Scale, Xetra: MF6, ISIN: DE000A0HGQF5), Medtech-Spezialist auf dem Gebiet der Nanotechnologie mit Fokus auf den Bereich der Onkologie, hat ihre Finanzergebnisse für das Geschäftsjahr 2016 sowie weitere operative Highlights bekannt gegeben. Demnach beliefen sich die Verluste auf im abgelaufenen Geschäftsjahr auf knapp 7,2 Mio. EUR (Vorjahr: 1,5 Mio. EUR). Umsatzerlöse und sonstige betriebliche Erträge beliefen sich auf rund 1,6 Mio. EUR (Vorjahr: 7,7 Mio. EUR), wie das Unternehmen mitteilte. Die frei verfügbare Liquidität lag zum 31. Dezember 2016 bei rund 614.000 EUR (Vorjahr: 1,4 Mio. EUR).

Kapitalmarkttransaktionen und Finanzierung

Um die Liquidität weiter zu stärken und die Entwicklung neuer Produkte über 2017 hinaus zu ermöglichen, hat die Gesellschaft am 2. März 2017 eine dreijährige Wandelanleihe in Höhe von 5 Mio. EUR zu einem Zinssatz von 5% p. a. und einem Wandlungspreis von 5,00 EUR je Aktie ausgegeben.

Am 28. Juni 2017 hat die MagForce AG darüber hinaus eine Kapitalerhöhung aus Genehmigtem Kapital beschlossen; diese konnte erfolgreich durchgeführt werden. Das Grundkapital der Gesellschaft wird daher durch Ausgabe von über 720.000 neuen auf den Inhaber lautenden nennwertlosen Stückaktien von 25,6 Mio. EUR auf rund 26,4 Mio. EUR erhöht werden. Die neuen Aktien wurden im Rahmen einer Privatplatzierung sämtlich von der in London ansässigen M&G International Investments Ltd. zu einem Preis von 6,94 EUR gezeichnet. Der Bruttoemissionserlös beträgt demnach 5,0 Mio. EUR. Das zusätzliche Kapital soll hauptsächlich zur Beschleunigung der laufenden internationalen Expansion, insbesondere in Europa, eingesetzt werden.

Behandlung von Gehirntumoren in Europa

Operativ will MagForce die Kommerzialisierung seiner NanoTherm Therapie weiter ausbauen. Diese dient der Bekämpfung von Hirntumoren und soll daher vermehrt in die primäre Behandlung von Betroffenen durch Neurochirurgen integriert werden.

Im vergangenen Jahr hat MagForce die Implementierung des grenzübergreifenden Erstattungsprozesses weiter beschleunigt. Das Unternehmen hat einen Roll-out-Plan für Europa entwickelt, mit dem Ziel, NanoActivator Geräte in mehreren europäischen Ländern zu platzieren und somit Hirntumorpatienten zu ermöglichen, sich direkt in ihren Heimatländern in eine Behandlung zu begeben. Die Behandlung der Patienten in ihren Heimatländern sollte auch den jeweiligen Kostenerstattungsprozess in diesen Ländern, in denen MagForce die CE-Zertifizierung für die Behandlung von Hirntumoren mit der NanoTherm Therapie hat, erleichtern. So hat das Unternehmen nach eigenen Angaben unter anderem Polen, Italien, die Schweiz und Spanien als interessante Märkte für die NanoTherm Therapie identifiziert. Gleichzeitig ist das Unternehmen bestrebt, die Kostenerstattung für die NanoTherm Therapie in Deutschland zu erhalten.

USA: Behandlung von intermediärem Prostatakrebs

In den USA hat MagForce USA derweil einen Antrag zur Genehmigung der Durchführung einer klinischen Studie bei der Regulierungsbehörde FDA für die NanoTherm Therapie zur Behandlung von intermediärem Prostatakrebs eingereicht. Im Laufe des vergangenen Jahres konnte MagForce USA seine präklinischen Studien, die vor ungefähr zehn Jahren in Deutschland durchgeführt wurden, mit dem NanoActivator Gerät wiederholen und aktualisieren, das im Jahr 2015 an der Universität von Washington installiert wurde. Die Ergebnisse dieser präklinischen Studien und das vorgeschlagene Prüfprotokoll für die klinische Studie wurden Ende des vierten Quartals 2016 bei der FDA eingereicht.

Obwohl die Gesellschaft aktuell etwa ein halbes Jahr hinter ihrem Plan liegt, ist das Management, nach eigener Aussage weiterhin zuversichtlich, die ursprünglichen Ziele hinsichtlich des für 2018 geplanten Markteintritts und der Kommerzialisierung der NanoTherm Therapie in den USA zu erreichen.

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