Qunomedical ermöglicht Patienten Zugang und unabhängige Informationen zu den besten Medizinern und Krankenhäusern weltweit. Die Plattform ist der einzige Anbieter international, der anhand eines von Medizinern entwickelten mehrstufigen Qualitätsalgorithmus Kliniken prüft und nur akkreditierte Kliniken listet. Kürzlich wurde mit internationalen Investoren eine weitere Finanzierungsrunde abgeschlossen.

 

Frau Dr. Chung, bitte erläutern Sie das Geschäftsmodell der Qunomedical GmbH. Was ist Ihr Alleinstellungsmerkmal?

Bei Qunomedical finden Betroffene die besten Ärzte und Krankenhäuser weltweit für eine große Spannweite an Behandlungen. Das unterscheidet uns von anderen Anbietern – wir sind keine Agentur, die einem bestimmten Land eine bestimmte Behandlung verkaufen will oder eine Suchmaschine für Ärzte. Stattdessen vermitteln wir Patienten für verschiedenste medizinische Behandlungen an Krankenhäuser, die unsere Qualitätsprüfung durchlaufen haben. Für unsere Nutzer ist dieser Service komplett kostenlos.

 

Ihr Unternehmen arbeitet inzwischen mit Kliniken in 25 Ländern zusammen. Wie screenen Sie die geeigneten Hospitäler?

An der Schnittstelle von Medizin, Datenanalyse und Kundenzufriedenheit hat unser Team aus Ärzten und Geeks den Qunoscore entwickelt – ein dynamisches Bewertungssystem, das auf multidimensionalen Faktoren beruht und dem sich jede Klinik, die auf unserer Plattform gelistet wird, unterziehen muss. Nur Krankenhäuser, die diesen Qualitätskriterien entsprechen, werden auf Qunomedical.com gelistet. Darüber hinaus evaluieren wir stetig die Rückmeldungen unserer Patienten, um die individuelle Erfahrung in die Bewertung einfließen zu lassen.

 

Qunomedical hat mit Kima Ventures aus Paris nun einen weiteren internationalen VC-Investor gewinnen können, neben VC Project A aus Berlin und 500 Startups aus San Fransisco. Erleichtert gerade die Zusammenarbeit mit internationalen Investoren den Eintritt in den ausländischen Markt?

Absolut! Jeder Markt ist anders. Die Gesundheitssysteme in den Ländern, in denen wir operieren, unterscheiden sich stark voneinander. Auch gibt es kulturelle Unterschiede. Da hilft es, operative Investoren wie Project A an unserer Seite zu haben, die uns mit ihrer Erfahrung zur Seite stehen.

 

Mit Blick auf die Nutzer Ihrer Plattform: Wird Qunomedical auch vermehrt von deutschen Patienten genutzt oder sind dergleichen eHealth-Instrumente hierzulande noch eher fremd? Und was müsste Ihrer Meinung nach passieren, dass Nutzerzahlen für eHealth auch in Deutschland weiter steigen?

Bisher war unsere Webseite nur in englischer Sprache verfügbar, trotzdem haben sich viele Deutsche und Österreicher an uns gewandt, um unabhängige Informationen und Hilfe bei der Wahl des richtigen Arztes zu erhalten. Aus diesem Grund ist unsere Webseite seit einigen Wochen auch in deutscher Sprache verfügbar. Jeder Patient ist anders, aber wir sehen in Deutschland, dass hier weniger ein Mangel an medizinischer Qualität den Ausschlag gibt, als vielmehr die horrenden Kosten, die Patienten teilweise für eine Behandlung im Inland zahlen müssten.

 

Qunomedical wurde vor knapp zwei Jahren gegründet. Ein Blick in die Zukunft: Wie sehen die nächsten Meilensteine aus?

Wir wollen weiterhin auf hohe Qualität und kontinuierliches Wachstum setzen. Das bedeutet für uns, dass der Patient immer im Mittelpunkt steht und wir stetig unser Behandlungsspektrum ausbauen. Ein großer Schritt wird der offizielle Launch in Deutschland sein.

Über den Autor

Die GoingPublic Redaktion informiert über alle Börsengänge, Being Public, Investor Relations, Tax & Legal, Themen und Trends rund um die Hauptversammlung sowie Technologie – Finanzierung – Investment in den Lebenswissenschaften.