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Das Kölner Medtech-Start-up RIMASYS ist der weltweit einzige Hersteller von realitätsnahen Frakturen in Humanpräparaten mit geschlossenem Weichteilmantel. Mit seinen Lösungen will das Start-up die chirurgische Fort- und Weiterbildung verbessern und die Industrie unterstützen, bessere Implantate zu entwickeln, um so die Versorgungsqualität für Patienten bei gleichzeitig niedrigeren Kosten zu erhöhen. Damit gehört das risikoreiche Lernen am Patienten der Vergangenheit an – an seine Stelle rückt nun das innovative Trainingskonzept von RIMASYS.

Der High-Tech Gründerfonds (HTGF) beteiligt sich an der RIMASYS im Rahmen einer Finanzierungsrunde. Die Mittel sollen in die Erweiterung des Frakturportfolios, die Modernisierung der Produktionstechnologie und die Internationalisierung des Unternehmens fließen.

Erster Ansatz: Knochen brechen!

Innovationen im Bereich der Traumatologie sind in der Regel darauf ausgerichtet, Frakturen bestmöglich wieder zusammenzufügen. RIMASYS verfolgt einen zunächst vollkommen konträren Ansatz – und lässt Knochen brechen – mit dem Ziel, chirurgische Fertigkeiten, Operationstechniken und Implantate zu verbessern.

Herstellung von realitätsnahen Frakturen

Das als Spin-off der Deutschen Sporthochschule Köln gegründete Unternehmen hat einen Algorithmus und einen Simulator zur Herstellung von realitätsnahen Frakturen in Humanpräparaten entwickelt. Diese weisen – anders als die bisher eingesetzten künstlichen Knochen oder unverletzten Präparate – realistische Frakturmuster auf und bereiten Ärzte auf die Herausforderungen des OP-Alltags vor.

„Jeder Behandlungsschritt kann in einer sicheren Umgebung erlernt werden und nicht, wie es derzeit noch der Fall ist, unter Aufsicht direkt am Patienten. Chirurgen eignen sich alle notwendigen Fähigkeiten an, bevor sie einen Patienten behandeln – vergleichbar mit dem Flugsimulator in der Luftfahrt“, erklärt Prof. Höntzsch, medizinischer Berater von RIMASYS. Zusätzlich zu einer verbesserten Versorgungsqualität entsteht auch ein unmittelbarer wirtschaftlicher Nutzen: Junge Chirurgen benötigen etwa 20% mehr Zeit für eine Behandlung als erfahrene Ärzte. Diese Differenz lässt sich durch realitätsnäheres Training reduzieren, was wiederum teure OP-Stunden einspart.

Formale Einführung für 2018 geplant

Verschiedene internationale Medtech-Unternehmen und Krankenhausketten setzen die frakturierten Präparate bereits erfolgreich in Pilotprojekten ein. Die formale Einführung ist für das kommende Jahr geplant. Mit Lieferungen in die Schweiz und Australien wird die Internationalisierung bereits in diesem Jahr vorangetrieben; Nordamerika und Asien sollen 2018 folgen.

Neue Geschäftsmodelle im Bereich digitales Lerne möglich

Die Technologie bietet jedoch weitaus mehr Anwendungsmöglichkeiten als nur Frakturen. Dr. Philipp Rittershaus, der verantwortliche Investment Manager beim HTGF, merkt an: „Das Team sammelt einzigartige Daten, die neue Geschäftsmodelle im Bereich digitales Lernen und Implantatentwicklung ermöglichen. Sogar eine Erweiterung auf angrenzende Industrien wie Sicherheitssysteme im Automobilbereich oder Sportbekleidung ist denkbar.“ Diese Möglichkeiten sollen nun im Rahmen der aktuellen Seed-Finanzierung auslotet werden.

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