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Die MOIO GmbH konnte einen weiteren wichtigen Finanzierungsbaustein im knapp siebenstelligen Bereich einwerben. Nach dem das 2017 gegründete Start-up bereits mehrere Kapitalrunden abgeschlossen hat, konnte MOIO auf den diesjährigen Thüringer Investor Days, die bm-t beteiligungs-management thüringen gmbh sowie die R.O.I. GmbH als Investoren gewinnen. Nun ist der Marktstart für das Jahr 2020 geplant.

Sturzvermeidung, Wundliegen und mehr

Die Zielsetzung im Fall von moio.care: mit Hilfe vorhandener technischer Möglichkeiten Unterstützung für die wichtigsten pflegerischen Herausforderungen zu liefern. Dazu gehört die Vermeidung von Stürzen und Wundliegen sowie die Verbesserung der Mobilität trotz Desorientierung der Betroffenen. Für alle Funktionen sollte zudem sichergestellt sein, dass das System auch am Körper getragen wird und im Idealfall kaum spürbar ist.

Um die daraus resultierende Produktidee umzusetzen, haben sich der ehemalige Diakonie Mitarbeiter, Jürgen Besser und die eesy Innovation GmbH, unter der Leitung von Günter Maximilian Hefner zusammengetan und im November 2017 die MOIO GmbH gegründet.

Tragbares Sensormodul

Bei der kurz vor der Finalisierung stehenden Lösung handelt es sich um ein flaches, weiches und flexibles Sensormodul. Dieses wird am Rücken getragen, unter der Kleidung, direkt auf der Haut. Dort ist es kaum spürbar und nicht sichtbar. In seinem Inneren befinden sich Sensor-, Auswertungs- und Mobilfunktechnologien, die einen flexiblen und mobilen Einsatz ermöglichen. Das moio.care System verarbeitet permanent Sensorinformationen und interpretiert sie selbstständig. Nur wenn das Sensormodul konkreten Bedarf erkennt, baut es eine Datenverbindung auf und überträgt die notwendigen Informationen an die moio.cloud. Von dort aus werden alle verantwortlich Pflegenden über die moio.app auf ihrem mobilen Endgerät benachrichtigt und können bedarfsgerecht Hilfe leisten.

Das System soll in den kommenden Monaten in mehreren Altenpflegeeinrichtungen evaluiert werden. Der Marktstart von moio.care ist für 2020 geplant.

Forschungsprojekt „Barrierefreie Gesundheitsassistenz“

Hervorgegangen ist die Idee zum moio.care System aus dem Forschungsprojekt „Barrierefreie Gesundheitsassistenz“ des Spitzenclusters Medical Valley EMN. Das Projekt wurde 2010 vom Evangelisch-Lutherischen Diakoniewerk Neuendettelsau (jetzt Diakoneo) zusammen mit 14 weiteren Unternehmen aus Forschung und Industrie initiiert.