Der Bayer-Konzern muss sich in den USA gegen heftige Angriffen von Arzneimittelkopieren wehren. So hat der Konkurrent Sigmapharm bei der Aufsichtsbehörde FDA die Erlaubnis beantragt, künftig eine Kopie des Schlaganfallmedikaments Xarelto zu vertreiben. Konkret geht es um einen Eilantrag auf Genehmigung für eine Nachahmerversion, ein Generikum.

Sigmapharm, so vermuten Experten, setzt darauf, dass Bayer auf einen teuren Rechtsstreit verzichten und eine außergerichtliche Einigung anstreben wird. Ziel wäre demnach der Abschluss einer Exklusivvereinbarung für den begrenzten Vertrieb des Medikaments. Dies würde Sigmapharm einen Vorsprung vor anderen Nachahmern verschaffen, wenn das Patent für Xarelto eines Tages ausläuft.

Xarelto ist das umsatzstärkte Medikament im Portfolio von Bayer. Die Tablette zur Vorbeugung gegen Schlaganfall ist erst seit vier Jahren auf dem Markt. Im vergangenen Jahr erzielte sie einen Umsatz von rund 1,7 Mrd. EUR und damit 77% mehr als im Vorjahr und insgesamt mehr als alle anderen Bayer-Medikamente.

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