Das auf Immunonkologie spezialisierte biopharmazeutische Unternehmen Apogenix hat eine Förderzusage vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) in Höhe von drei Mio. EUR im Rahmen des sogenannten CancerMark-Projekts erhalten. Die Fördermittel werden in die weitere Entwicklung des immunonkologischen Wirkstoffkandidaten APG101 als personalisierte Therapie zur Behandlung des Glioblastoms fließen.

Ziel des CancerMark-Projekts ist die Bestätigung der Wirksamkeit von APG101 in einer weiteren klinischen Studie im Zusammenhang mit der Etablierung und Validierung eines diagnostischen Begleittests, der den mit dem CD95-Liganden assoziierten Biomarker analysiert.

In einer kontrollierten Phase II-Studie zur Zweitlinienbehandlung des Glioblastoms konnte die Wirksamkeit des CD95-Ligand-Inhibitors APG101 gezeigt werden. Das mediane Gesamtüberleben bei Biomarker-positiven Patienten, die mit APG101 behandelt wurden, betrug 16 Monate und konnte somit mehr als verdoppelt werden im Vergleich zu Patienten, die nur mit Strahlentherapie behandelt wurden.

Mit dieser Förderzusage hat Apogenix nun Drittmittel in Höhe von insgesamt mehr als elf Mio. EUR für die Entwicklung innovativer Proteinwirkstoffe zur Behandlung von Krebs und anderen malignen Erkrankungen eingeworben. Das CancerMark-Projekt wird in enger Zusammenarbeit mit der R-Biopharm AG durchgeführt, mit der Apogenix bereits im Juli 2015 einen Kooperationsvertrag zur Entwicklung von diagnostischen Begleittests für APG101 abgeschlossen hat. Das Projekt beginnt im Februar, der Förderzeitraum beträgt drei Jahre.

Seit der Gründung im Herbst 2005 hat Apogenix mehr als 90 Mio. EUR durch Finanzierungsrunden, Drittmittel sowie Upfront- und Meilenstein-Zahlungen aus Lizenzverträgen eingeworben.

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