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Die Wiener Frequentis AG, internationaler Anbieter von Kommunikations- und Informationssystemen für Leitzentralen mit sicherheitskritischen Aufgaben, eilt aufs Frankfurter Börsenparkett. Es könnte das erste ‚richtige‘ IPO in Deutschland in diesem Jahr werden.   Von Svenja Liebig und Falko Bozicevic

Gegründet im Jahr 1947 erfüllt die Frequentis AG alle klassischen Eigenschaften eines Familienunternehmens mit globaler Ausrichtung. Auch nach dem Börsengang wird die Familie Bardach mit mehr als 50% der Anteile Mehrheitseigentümer der Gesellschaft bleiben. Mit Sylvia Bardach als CFO ist zudem ein Familienmitglied auf operativer Ebene im Konzern tätig. Mit den Erlösen aus dem Börsengang will der Technologiekonzern mit Schwerpunkt auf Control Center Solutions u.a. seine M&A-Strategie weiter vorantreiben.

Emission

Tower (Beispielbild)
Flughafen-Tower (Beispielbild)

Die Bookbuilding-Spanne, die am Freitagmorgen öffentlich bekannt gegeben wurde, liegt bei 18 bis 21 EUR. Das Angebot umfasst bis zu 2,7 Mio. Inhaberaktien. Davon stammen bis zu 1,2 Mio. neue Aktien aus einer Kapitalerhöhung; die weiteren bis zu 1,5 Mio. Aktien werden vom Johannes Bardach, dem langjährigen Vorstandsvorsitzenden und Mehrheitseigentümer sowie jetzt Vorsitzenden des Aufsichtsrats, zur Verfügung gestellt.

Darüber hinaus können bis zu 400.000 Aktien aus dem Bestand von Johannes Bardach durch Mehrzuteilung ausgegeben werden (sog. Mehrzuteilungsoption / Überzeichnungsreserve).

Aus der Kapitalerhöhung und der damit verbundenen Ausgabe neuer Aktien ergibt sich ein Brutto-Mittelzufluss für Frequentis zwischen 21,6 und 25,2 Mio. EUR. Aus dem Greenshoe könnten zudem noch weitere 7,2 bis 8,4 Mio. EUR generiert werden.

Für das Pre-IPO-Placement von 0,9 Mio. Aktien an institutionelle Investoren – diese konnten zum Preis von 18 EUR gezeichnet werden – habe man sich bewusst entschieden, um den eigentlichen Börsengang abzusichern. Allerdings handelte es sich um eine Umplatzierung bestehender Anteilsscheine, keine Kapitalerhöhung.

Die Angebotsfrist begann am Samstag und endet voraussichtlich am 8. Mai. Am 14. Mai sollen die Aktien im Regulierten Markt (General Standard) der Frankfurter Wertpapierbörse sowie im Regulierten Markt (prime market) der Wiener Börse in den Handel starten. Die Commerzbank und die BankM, Repräsentanz der flatex Bank AG, begleiten den Börsengang als Joint Bookrunner und Joint Lead Manager.

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