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Haikui, in Südostchina beheimatet, verarbeitet Fisch und Meeresfrüchte für den heimischen und internationalen Markt. Über 100 konservierte und gefrorene Produkte gehören zum Sortiment. Kunden sind Großhändler in China und im Ausland (Asien, USA, Europa). Die jährliche Produktionskapazität liegt bei 28.500 Tonnen. Das Unternehmen beschäftigt 600 feste und rund 1.600 befristet angestellte Arbeiter.

Zahlen
Im Jahr 2011 erwirtschaftete Haikui einen Umsatz von 152 Mio. EUR und einen Jahresüberschuss von 28 Mio. EUR, was eine stolze Umsatzrendite von fast 19% ergibt. Durchaus beeindruckend auch die Umsatzentwicklung der letzten Jahre: Von 2009 bis 2011 weist das Unternehmen eine durchschnittliche jährliche Wachstumsrate von fast 27% auf. Das Nettoergebnis legte im selben Zeitraum um durchschnittlich 25% zu. Den Analysten der emissionsbegleitenden BankM in ihrer Pre-IPO-Studie zufolge wird sich diese dynamische Entwicklung auch in den nächsten Jahren fortsetzen.

Haikui Seafood – Geschäfts- und Kennzahlen

2011

2012e

2013e

2014e

Umsatz

152,1

185,6

232,0

292,3

EBIT*

32,4

39,9

51,2

65,0

EpS

2,20

2,50

2,65

2,85

KGV min.

4,5

4,0

3,8

3,5

KGV max.

5,9

5,2

4,9

4,6

*) in Mio., sämtliche Angaben in Euro; Quelle: GoingPublic Research und BankM-Studie

Dafür sprechen insbesondere die Prognosen für den chinesischen Markt, wo der Konsum von Fisch und Meeresfrüchten bis 2020 um 35% gegenüber 2007 steigen soll. Weltweit soll die Steigerungsrate im selben Zeitraum immerhin bei 2% liegen.

Börsengang
Aus einer Kapitalerhöhung werden 1,5 Mio. Aktien angeboten, zuzüglich eines Greenshoes von 225.000 Stück. Die Bookbuildingspanne soll zwischen 10 und 13 EUR liegen. Voraussichtlich bis zum 10. Mai können die Aktien gezeichnet werden, die Erstnotiz am Frankfurter Prime Standard soll am 15. Mai erfolgen. Neben BankM fungiert die norwegische Investmentbank Pareto Securities als Joint Lead Manager bei dem Börsengang.

Derzeit hält CEO Chen Zenkui über Haida Holdings mit knapp 57% die Mehrheit an Haikui Seafood. Über 37% gehören zu Fonds, die vom Private-Equity-Unternehmen Zana Capital kontrolliert werden. Nach einem erfolgreichen IPO wird Chen Zenkui einen 3%igen Anteil an den Inhaber einer Fischfangflotte verkaufen. Ansonsten gilt für die Aktionäre eine 12-monatige Lock-up-Frist.

Beim IPO spielen – wie bei vielen chinesischen Emittenten – Imagegründe eine wichtige Rolle. Haikui will die Börsennotierung aber auch dazu nutzen, bei neuen Investoren Kapital für die Finanzierung des weiteren Wachstums einzusammeln. Damit sollen der Marktanteil vergrößert und neue ausländische Absatzmärkte erschlossen werden.

Haikui Seafood – Emissionsparameter
WKN

A1J H3F

Erstnotiz

15. Mai

Zeichnungsfrist

bis 10. Mai

Preis

10 bis 13 EUR

MarketCap

117 bis 152 Mio. EUR

Marktsegment

Prime Standard

Emissionsprospekt

ja

Emissionsvolumen

1,5 Mio. Aktien aus KE (+0,225 Mio. Aktien GS aus KE),

17,3 bis 22,4 Mio. EUR

Konsortium

BankM, Pareto Securities

Free Float

max. 14,7%

Fazit
Die Wachstumsstory von Haikui Seafood liest sich vielversprechend. Die angestrebte Bewertung beim IPO lässt durchaus Luft nach oben für die spätere Kursentwicklung. Das Geschäftsmodell ist zwar denkbar einfach, doch der weltweite Trend zu gesunder Ernährung kann dazu beitragen, dass Haikui seinen eingeschlagenen Wachstumskurs auch in den nächsten Jahren fortsetzt. Zwar überzeugten viele chinesische Emittenten in Deutschland nicht, Haikui dürfte aber eher zu den ebenfalls vorhandenen positiven Beispielen zählen. Für Investoren, denen Chancen und Risiken des chinesischen Markts bewusst sein, kann sich eine Zeichnung oder auch ein späterer Einstieg also durchaus lohnen.

Oliver Bönig