Die Erstnotiz am Neuen Markt ist für den 2. Dezember geplant. Insgesamt werden 1,717 Mio. (incl. Greenshoe) Stückaktien im rechnerischen Wert Nennwert von 1 Euro angeboten. Davon stammen 1,45 Mio. Aktien – mit Ausnahme von 45.000 Stück, die von Altaktionären abgegeben werden – aus einer Kapitalerhöhung. Der Greenshoe in Höhe von 257.000 Aktien wird aus Altaktionärsbesitz bereitgestellt. Alle Altaktionäre haben sich zu einem verlängerten Lock-up von 12 Monaten verpflichtet. Konsortialführer ist die Landesbank Baden-Württemberg, weitere Konsorten sind Sal. Oppenheim, M.M. Warburg, Schwäbische Bank und net.ipo. bäurer ist nach eigenen Angaben Marktführer bei ERP-Software für mittelständische Unternehmen. Über eine strategische Allianz mit der OpenShop AG, an der bäurer mit 9,3 % beteiligt ist, bietet das Unternehmen ganzheitliche e-Commerce Lösungen für den Mittelstand an. In den ersten neun Monaten des laufenden Geschäftsahres wurden rund 30 Mio. Euro umgesetzt. Der Umsatz soll bis zum Jahr 2002 auf 132 Mio. Euro ansteigen, der Gewinn aber deutlich stärker als der Umsatz wachsen. Das Ergebnis nach DVFA/SG soll 1999 1,48 Mio. Euro betragen und in den Jahren 2000 bzw. 2001 auf 4,1 Mio. Euro bzw. rund 6,95 Mio. Euro ansteigen. Auf Basis der für das Jahr 2001 geschätzten Gewinne errechnet sich ein KGV – ein Emissionspreis von 21 Euro unterstellt – von knapp 20. Nur wenn das Unternehmen in der Lage ist, seine ehrgeizigen Ziele – also ein Wachstum deutlich über dem Brachendurchschnitt – zu realisieren, dürfte die Aktie langfristig outperformen. Kurzfristig stimmt die schlechte Stimmung gegenüber ERP-Anbietern am Markt skeptisch.

Ausführliche Informationen zu bäurer finden Sie im GoingPublic-Magazin 11/99 auf den Seiten 34 und 35.

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