[01] HOHE BEZAHLUNG, HOHER STATUS

Nach einer Umfrage des National Investor Relations Institute (NIRI) stehen vier von fünf IR-Managern der aus Fortune 500- unternehmen in der Unternehmenshierarchie ganz weit oben, berichten an CEO oder CFO und werden entsprechend fürstlich entlohnt: Über die Hälfte der Befragten verdienten mehr als 300.000 $ Grundgehalt zuzüglich Bonus und einer breiten Palette an Incentives.

Die Umfrage wurde von der internationalen Personmalberatung Korn/Ferry International unterstützt. Die Antwortquote lag unter den Fortune 500 IROs bei 29 % und bei den NIRI-Mitgliedern bei 25 %, was eine gute Repräsentativität sicherstellt.

43 % der Teilnehmer aus Fortune 500-Unternehmen waren neben IR auch noch zuständig für Financial Media Relations, Corporate Communications und Financial Analysis.

Die Gehaltsstruktur hat eine starke Betonung auf dem Bonus: 55 % der Umfrage-Teilnehmer haben ein jährliches Fixgehalt von mehr als 200.000 $, 43 % erhalten einen jährlichen Cash-Bonus von mehr als 100.000 $.

Meist haben die IR-Manager eine gute akademische Ausbildung: 61 % der Teilnehmer haben einen MBA-Abschluss und 23 % sind CPAs, also Fachleute der Unternehmensrechnung.

In Europa hat das IR Magazine zusammen mit der Personalberatung VMA eine ähnliche Umfrage durchgeführt, mit ähnlichen Ergebnissen. In unseren Breiten verdienen die meisten IR-Experten zwischen 100-150.000 £, wobei Männer hier tendenziell mehr verdienen. Die meisten Vertreter der Zunft hatten zuvor Erfahrungen im Investment Banking gesammelt.

Mehr Informationen unter http://www.thecrossbordergroup.com/pages/165/IR+magazine.stm?article_id=12539 http://www.vmagroup.co.uk/downloads/news/2008%20Trends%20in%20IR%20Survey.pdf

[02] BÖRSENLIGA DEUTSCHER STÄDTE

München ist vor Düsseldorf, Bonn und Frankfurt die „wertvollste“ Stadt Deutschlands – gemessen am Börsenwert der dort vertretenen Unternehmen.

Für das Städteranking hat die Unternehmensberatung Simon-Kucher & Partners die Börsenwerte der in Dax, MDAX und TecDAX gelisteten Aktiengesellschaften berücksichtigt.

München hält die Spitzenposition vor allem mit den Börsenschwer- gewichten Siemens, Allianz und Münchener Rück. Düsseldorf verdankt den zweiten Platz zum größten Teil EON mit einem Börsenwert von 80,6 Milliarden Euro. In Bonn – Platz 3 – schlagen vor allem die Deutsche Telekom und die Deutsche Post durch.

Während der Gesamtbörsenwert der Münchener Unternehmen in den letzten zwei Jahren um 18 % zurückgegangen ist, konnte Düsseldorf mit einer positiven Entwicklung von 11 % im gleichen Zeitraum Boden gut machen. Die deutsche Finanzmetropole Frankfurt liegt wie vor zwei Jahren auf dem vierten Rang und hat ihre Aufstiegschancen in die Top 3 durch ein negatives Wachstum von minus 19 % geschmälert. Die Bundeshauptstadt Berlin ist von Platz 14 in 2006 auf Platz 37 abgerutscht und hat damit 90 % ihres Börsenwertes eingebüßt. Berlin leidet nach wie vor an der schwachen Wirtschaftskraft.

RangStadt Börsenwert (Mrd. EUR)Anzahl Unternehmen
1München 185.410
2Düsseldorf123.26
3Bonn 88.75
4Frankfurt72.84
5Stuttgart61.02

Mehr Informationen unter http://www.simon-kucher.com/

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[03] SRI AUF DEM VORMARSCH

Das Geschäft mit ethischen, ökologischen und sozialen Aktieninvestments boomt. Ende 2007 erreichten Fonds mit Socially Responsible Investments (SRI) weltweit ein Volumen von 88 Mrd. Euro. SRI-Fonds mit deutschem Aktieninvestment verwalteten ein Anlagevolumen von über 26 Mrd. Euro. Allein in den vergangenen drei Jahren haben sich die Investments in SRI-Fonds mit deutschen Aktien damit um durchschnittlich 253 % erhöht. Das Vermögen aller Fonds mit deutschem Aktieninvestment legte im gleichen Zeitraum lediglich um 135 % zu. Dabei konnten die SRI-Fonds ihre Volumina trotz der Börsenturbulenzen auch im zweiten Halbjahr weiter steigern.