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Das neue Jahr scheint voller neuer Gesetzgebungen zu sein: Sei es die Abschaffung des Quartalsberichts hin zur Quartalsmitteilung oder das Inkrafttreten des MAR (Market Abuse Regulation), das eine Änderung in den Marktmissbrauchsregulierungen vorsieht. Für IR‘ler eine große Herausforderung. Nicht zuletzt sorgten diese Themen für reichlich Diskussionsbedarf auf der diesjährigen Investor Relations Konferenz ir 2016, zu der cometis und der IR Club auch in diesem Jahr wieder einluden.

Motiviert bleiben!
Durch die stetig steigende Informationsflut im digitalen Zeitalter, den immer höheren Anforderungen und ständig neuen Gesetzesänderungen falle es so manchem Investor Relations Manager schwer, motiviert an den Job heranzugehen. Den Auftakt des Haupt-Konferenztages nach der Begrüßung durch cometis-Vorstand Michael Diegelmann und Patrick Kiss (Gründer IR Club und Head of IR Deutsche EuroShop) machte deshalb Motivations-Coach Melanie Schmidt-Krobok (Syncom Team) und gab wertvolle Tipps, wie man mit neuem Antrieb den Berufsalltag bewältigt.

Wichtig sei demnach den Sinn seiner Arbeit zu kennen und Identifikation mit seinem Berufsbild zu schaffen. Auch orientieren sich viele oftmals an falschen Vorbildern in den Medien, z.B. an „Stars“ und anderen vermeintlichen Idolen, was ein großer Fehler laut Schmidt-Krobok sei. Vielmehr solle der Fokus auf sich selbst und seine eigenen Ziele gerichtet sein. Ein positives Feedback aus dem Umfeld – ob privat oder beruflich – sei zudem von enorm hoher Bedeutung für dauerhafte Motivation im Job.

Birgit Opp (VP Corprate Finance & Investor Relations, Zalando) erklärt, wie die HV mehr "Pepp" bekommt.
Birgit Opp (VP Corprate Finance & Investor Relations, Zalando) erklärt, wie die HV mehr „Pepp“ bekommt.

Mut zur Änderung
Wie es um die Zukunft der Quartalsberichterstattung durch die Abschaffung des § 37 Wertpapierhandelsgesetz bestellt ist, beschäftigt derzeit die gesamte IR-Community. Felix Zander, Head of Investor Relations & Corporate Communications der TOM TAILOR Group, und cometis-Vorstand Ulrich Wiehle klärten deshalb über die wesentlichen Änderungen der Quartalsberichterstattung auf: Demnach sind im Prime Standard gelistete Unternehmen nicht mehr verpflichtet, im ersten und dritten Quartal einen umfangreichen Quartalsbericht zu veröffentlichen – kurze und prägnante Mitteilungen ohne Zahlenwerk reichen jetzt bereits aus. Im General Standard entfällt eine eine quartalsweise Berichtspflicht sogar vollständig.

Große Unsicherheit herrscht seitdem bei den IR-Verantwortlichen: Wie haben solche Quartalsmitteilungen künftig auszusehen? An welchen Leitfaden muss man sich orientieren? Wichtige Tipps dazu gab Zander und forderte vor allem auf, selbstbewusst zu handeln und den Mut zur Veränderung mitzubringen – denn durch die neuen Quartalsmitteilungen habe der Emittent selbst Gestaltungfreiraum, wie er sein Unternehmen bestmöglichst positioniert.

Entscheidend seien zudem Wesentlichkeit, Konsistenz, Transparenz, Verständlichkeit und die Vermeidung von Redundanzen. „Ausschweifungen“ über die Branche des jeweiligen Unternehmens oder weltwirtschaftliche Zusammenhänge hätten in den neuen Mitteilungen nach Zander nichts verloren. „Knackige Statements der Vorstände“ seien dagegen wünschenswert, so Zander.

Immer lauter wurde die Forderung unter den IR‘lern, verstärkt Arbeitsgruppen und Seminare zu bilden, die Best Practice-Tipps zum neuen Quartalsberichtstandard liefern sollen. Eine spontane Umfrage unter den Konferenzteilnehmern ergab immerhin, dass über 40% sich noch nicht entschieden hätten, wie dieser neue Bericht zu gestalten sei (lesen Sie bitte auch das aktuelle IR-Panel von cometis).

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