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Mit einem Reisemobil die Welt erobern, Freiheit spüren, egal ob am Nordkap oder in der Toskana: Knaus Tabbert steht für diesen Traum wie kaum ein zweites Unternehmen hierzulande. Der Spezialist für Wohnmobile und Wohnwagen befindet sich nach schwierigen Jahren und dem Neustart aus der Insolvenz mit Hilfe eines holländischen Investors nunmehr auf Wachstumskurs.

Knaus-Tabbert-Geschäftsführer (v.l.n.r.): Werner Vaterl, Wolfgang Speck und Gerd Adamietzki
Knaus-Tabbert-Geschäftsführer (v.l.n.r.): Werner Vaterl, Wolfgang Speck und Gerd Adamietzki

Fusion lässt die Nummer eins in Deutschland entstehen

Seit 1996 gehören die beiden Markennamen Knaus und Tabbert zusammen: In jenem Jahr wurde die Knaus AG gegründet und gleichzeitig der Beginn der Kooperation mit der TIAG (Tabbert Industrie AG) beschlossen. Fünf Jahre später fusionierten die beiden Firmen miteinander und treten seit 2002 als einheitliche Unternehmensfamilie „Knaus Tabbert“ auf. Der Hauptsitz liegt im niederbayerischen Jandelsbrunn. Zu den weiteren Standorten gehören Mottgers (Hessen) sowie Nagyoroszi in Ungarn. Mit dem konzentrierten Produktportfolio, einige Marken wurden eingestellt, bearbeitet das Unternehmen mit den Namen Knaus, Tabbert, Weinsberg und T@B den Markt. Die Ursprünge des Unternehmens verzweigen sich zu den Gründern Alfred Tabbert, der ein erstes Unternehmen bereits 1934 gründete, und Helmus Knaus, der 1960 die Marke mit dem Schwalbenpaar im Logo gründete.

Holländer und Wohnwagen: Das passt bestens

Im Jahr 2008 gab es eine Zäsur, denn Knaus Tabbert musste Insolvenz anmelden. Es ging weiter, weil die niederländische Investmentgesellschaft HTP Investments BV aus Venlo das Unternehmen übernahm, mit dem Ziel, es zum führenden Wohnwagenhersteller in Europa zu machen. Holländer und Wohnwagen, das kommt vielen Bürgern hierzulande als ausgesprochen passendes Doppel vor, und ausweislich der Zahlen scheint das auch zu stimmen. 2011 investierte HTP in die Morelo Reisemobile GmbH, einen jungen Anbieter mit Manufakturcharakter, der im Luxussegment Kunden bedient. Die Investoren haben damit die Palette nach oben abgerundet, beide Marken werden eigenständig geführt.

Stand im Geschäftsjahr 2010 ein Umsatz von 181 Mio. EUR zu Buche, kletterte diese Marke auf 297 Mio. EUR im Jahr 2014. 13.000 Caravans und Reisemobile wurden von 1.200 Mitarbeitern produziert. Der Vertrieb umfasst derzeit 20 Länder in Europa. Das Wachstum wurde trotz stagnierender Märkte in Europa erreicht. Das bedeutet, dass erneut Marktanteile dazu gewonnen wurden: in Deutschland betrug der Anteil 2014  bei Caravans mittlerweile 20,8%, bei den Reisemobilen 12,4%.

Zahlen weisen stetes Wachstum aus

Und auch der Start in das Geschäftsjahr 2015 hat die hoch gesteckten Ziele der Knaus Tabbert GmbH deutlich übertroffen. Beflügelt von stabilen Märkten in Europa konnte das Unternehmen seinen Absatz um 18,3 % steigern. Rund 5.000 Auftragseingänge in den ersten fünf Monaten des aktuellen Geschäftsjahres untermauern das geplante Umsatzwachstum für 2015 von 335 Mio. EUR (+12,8 % im Vergleich zu 2014). „Das Unternehmen und seine Mitarbeiter haben es geschafft, sich vom Markttrend positiv abzusetzen und ein Wachstum zu erzeugen, das die Stakeholder auch im Hinblick auf das erwirtschaftete Ergebnis positiv überrascht hat. Wir alle sind außerordentlich zufrieden und finden unsere Bestätigung hinsichtlich Modellpolitik und Unternehmensstrategie auch im positiven Verlauf der ersten fünf Monate in 2015“, fasst Wolfgang Speck, Vorsitzender der Geschäftsführung, die  Entwicklung zusammen.

Offiziell kommuniziert Knaus Tabbert keine Ertragszahlen, doch nachdem bereits 2013 ein Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit von 2 Mio. EUR erreicht wurde, dürfte nun die Gewinnmarge ausgebaut worden sein. „Die erfreuliche Ergebnisentwicklung hat uns veranlasst, für das Jahr 2014 erstmals Dividenden an die Gesellschafter zu zahlen und auch die Mitarbeiter mit einer Sonderzahlung an diesem Erfolg zu beteiligen“ bestätigt Unternehmenssprecher Alexander Wehrmann.

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