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Für 2015 wird in der globalen Chemieindustrie eine Zunahme der Fusionen und Übernahmen (M&A) erwartet. Zu diesem Ergebnis kam die Unternehmensberatung A.T. Kearney.

Die im Rahmen einer Studie befragten M&A-Finanzexperten und Führungskräfte aus der Chemieindustrie gehen davon aus, dass aktivistische Investoren den Druck auf Großkonzerne der Branche erhöhen, Unternehmensteile mit geringeren Synergien zum Kerngeschäft auszugliedern.

Dadurch würde die Zahl der Transaktionen steigen. Vor allem in Nordamerika hätten aktivistische Investoren bei diversifizierten Chemiekonzernen wie Dow Chemical und DuPont eine Portfoliorestrukturierung angestoßen.

60% aller von A.T. Kearney befragten Studienteilnehmer prognostizieren für 2015 eine weitere Zunahme der M&A-Aktivitäten. Zu dieser Prognose passt würde auch der kürzlich abgeschlossene Megadeal in Nordamerika zwischen Albemarle und Rockwood für 6,9 Mrd. USD passen. Die M&A-Aktivität in Europa würde jedoch 2015 von wirtschaftlich schwierigen Rahmenbedingungen und den politischen Spannungen mit Russland gedämpft werden.

Auch in der nahen Zukunft würde der größte Anteil der M&A-Aktivitäten in der Chemieindustrie auf strategische Investoren entfallen. Zu den (wirtschaftlichen) Faktoren, die sich in diesem Jahr positiv auf M&A-Aktivitäten auswirken, gehören:

-solide Bilanzen der Chemiekonzerne

-beschränkte Renditechancen von internen Investitionsmöglichkeiten

-weiterhin gute Versorgung mit Finanzierungskapital

-strategischen Gründe für den erwarteten Anstieg sind die Verschlankung von Portfolios (häufig von aktivistischen Investoren gefordert)

-das Bestreben westlicher Chemiekonzerne, einen Zugang zu schneller wachsenden Märkten in Schwellenländern zu erhalten und umgekehrt

-Wiederbelebung der US-Chemieindustrie aufgrund niedriger Rohstoffpreise

-weiterhin stark fragmentierten Märkte in Asien

-niedriger Ölpreis

 

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