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Die Börsenscheue, die das aktuelle Jahr im ersten Quartal prägte, scheint abzunehmen. Nach einem sehr schwachen Jahresauftakt hat sich der weltweite Markt für Börsengänge im zweiten Quartal deutlich erholt – dieser Trend könnte sich trotz weiterer Unsicherheiten fortsetzen, so die aktuelle Auswertung der Bestandsaufnahme von EY.

In den ersten drei Monaten des Jahres wurden weltweit gerade einmal 205 Börsengänge gezählt, die bloß 15 Mrd. USD einbrachten. Im zweiten Quartal waren es schon 302. Das Emissionsvolumen legte dank einiger IPOs von Großkonzernen sowie stark wachsenden Technologie-Start-ups sogar auf 57 Mrd. USD zu.

Die Zahl der IPOs lag dennoch erneut unter dem Vorjahresniveau. Dabei entwickelten sich die Einnahmen in den USA (plus 79%) und Europa (plus 27%) am besten. In China lagen die Emissionserlöse hingegen leicht unter dem Vergleichswert aus dem Vorjahr.

Quelle @EY

Nachdem es in Deutschland im ersten Quartal keinen einzigen Börsengang gab, wagten im zweiten Quartal zwei Unternehmen den Schritt aufs Parkett: Die Volkswagen-Tochter Traton und das österreichische IT-Unternehmen Frequentis. In Summe wurden dabei rund 1,6 Mrd. EUR erlöst. Im Vorjahr hatten im ersten Halbjahr schon 13 Börsengänge insgesamt 7,3 Mrd. EUR in die Kassen der Unternehmen gespült.

Mit dem Traton-Börsengang gelang in Deutschland gar der im bisherigen Jahresverlauf zweitgrößte Börsengang Europas – hinter dem italienischen Zahlungsabwickler Nexi. Weltweit ist die Traton-Emission das fünftgrößte IPO seit Jahresbeginn.

Die mit Abstand größte Transaktion war der Börsengang des US-Fahrdienstvermittlers Uber mit einem Emissionsvolumen von 8,1 Mrd. USD, gefolgt vom IPO des US-Laborzulieferers Avantor (3,3 Mrd. USD) und dem Uber-Konkurrenten Lyft (2,6 Mrd. USD).

Das sind Ergebnisse des aktuellen weltweiten IPO-Barometers des Prüfungs- und Beratungsunternehmens EY (Ernst & Young).

Quelle @EY

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