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Bildnachweis: ©Roman Bodnarchuk – stock.adobe.com..

Baudienstleister GECCI ist weiter „on track“: Die Weichen für 2022 sind gestellt. Das Konzept „bezahlbarer Wohnraum plus Mietübereignung“ könnte zudem in anderen Ländern als Franchise Schule machen – Gründer und Geschäftsführer ­Gerald Evans im Updategespräch.

GoingPublic: Herr Evans, beim Vorzeigeprojekt in Bockenem/Bültum geht es voran. Wie würden Sie persönlich 2021 einordnen?

Evans: Wir sind Ende 2020 mit einem ambitionierten Ziel an den Markt gegangen: bezahlbaren Wohnraum schaffen und ­dabei die Mietübereignung als Alternative zur klassischen Baufinanzierung etablieren. Der Weg zu diesem Ziel ist ein ­Marathon und kein Sprint, doch bereits im ersten Jahr haben wir wichtige Meilen­steine erreicht. In Bockenem/Bültum steht bald das erste Haus – und von den ins­gesamt neun Häusern des ersten Abschnitts sind vier verkauft, vier reserviert und nur noch eines frei. Daher haben wir uns ­bereits das Nachbargrundstück gesichert, um das Projekt bis 2023 auf rund 23.300 Quadratmeter und 24 Einfamilienhäuser zu erweitern.

Baustoffe für das besagte Projekt in Bültum hatten Sie ja im Vorfeld auf Vorrat angelegt, in weiser Voraussicht.

Die Erweiterung unseres Einkaufsnetzwerks war ein überaus wichtiger Schritt in diesem Jahr. Wir haben uns alle für die ­aktuellen Projekte nötigen Materialien ­gesichert – u.a. Steine, Holz, Dämmstoffe und Fenster. Dabei liegen die Preise sogar unter unserer Kalkulation. Noch wichtiger ist, dass wir auf dieses Netzwerk auch in den kommenden Jahren im wahrsten ­Sinne des Wortes bauen können.

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Eine Kette ist bekanntlich so stark wie ihr schwächstes Glied: Was wäre aus Ihrer Expertise heraus beim Errichten der Häuser der Flaschenhals und wo ließe sich nötigenfalls impro­visieren?

Nicht vorhandenes oder zu teures Bau­material ist nicht zu ersetzen. Da lässt sich auch nicht improvisieren.

Und wie sieht es bei Ihrem Projekt in NRW aus?

In Linnich – zwischen Aachen und Köln ­gelegen – haben wir drei Reihenhäuser ­gekauft. Alle Objekte befinden sich im Rohbau und die aktuellen Verkehrswerte liegen unserer Einschätzung nach bereits ein gutes Stück über den Kaufpreisen. Den Innenausbau haben wir auf das erste Quartal 2022 geschoben, da sich dann die Förderungen für die energetische Sanierung verdoppeln werden.

In letzter Zeit war zu vernehmen, dass Sie die innovative Mietübereignung als eine Art Franchise auch in andere Länder „exportieren“ könnten.

Franchise war von Anfang an Teil unserer Strategie, um die Mietübereignung schneller auszurollen. In Deutschland sind wir bereits in Gesprächen mit Partnern. ­Darüber hinaus ist jeder Markt interessant, in dem bezahlbarer Wohnraum knapp ist – und davon gibt es mehr als ­genug.

Auch die USA fanden in diesem Zusammenhang Erwähnung, z.B. auf der mkk in München Anfang Dezember, wo auch Sie per Zuschaltung präsentiert haben. Sind derartige Ambitionen realistisch, wäre der rechtliche Rahmen gesichert?

Realistisch ist es auf jeden Fall und zudem hochattraktiv. Der Markt ist riesig, die Kaufkraft ist hoch und mit Qualität „made in Germany“ kann man auch bei Immobilien punkten. Ich war bereits zweimal vor Ort und habe mich mit potenziellen Partnern intensiv ausgetauscht. Unser Konzept mit bezahlbaren Massivhäusern und der Mietübereignung als attraktive Finanzierungsalternative kommt gut an. Wenn alles gut läuft, werden wir schneller in den USA an der Ostküste starten, als man vielleicht ­erwartet.

Mitte November war der Kurs der 5,75%-Anleihe plötzlich und unvermittelt bis auf ca. 70% weggebrochen, hat sich inzwischen jedoch auch praktisch wieder vollständig erholt. Gibt es eine gute Erklärung, was da passiert war?

Da musste ich als Börsenneuling auch erst einmal schlucken, denn aus operativer Sicht sehe ich bis heute keinen Grund. ­Unsere Projekte sind durchfinanziert, in Bockenem hat der Bau begonnen, das ­Baumaterial ist zu attraktiven Preisen ­gesichert und die Vermarktung läuft gut. Ich kann es mir daher nur mit den Verwerfungen nach der kürzlichen Insolvenz eines großen Anleiheemittenten erklären.

Mit Blick auf 2022: Was können wir von GECCI ungefähr an News erwarten?

Nachdem wir, wie beschrieben, ein solides Fundament geschaffen haben, werden wir im kommenden Jahr einen Gang höher schalten: Ab Februar startet jeden Monat ein Hausbau. Wir werden auch die ersten Mieteinnahmen generieren und schauen uns intensiv nach weiteren Projekten um. Außerdem sollte es positive Nachrichten aus dem Franchisebereich geben. Davon sollte auch unser Anleihekurs profitieren.

Herr Evans, herzlichen Dank, dass Sie sich einmal mehr Zeit genommen haben.

 


ZUM INTERVIEWPARTNER

Gerald Evans ist Geschäftsführer der Gecci Gruppe.

Autor/Autorin

Falko Bozicevic ist Mitglied des Redaktionsteams des GoingPublic Magazins sowie verantwortlich für das Portal BondGuide (www.bondguide.de)