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Bildnachweis: WATCHARA RITJAN – stock.adobe.com, Freshfields.

Die Unternehmen in Deutschland haben eine Rekordsumme von 688 Mrd. EUR auf ihren Bankkonten sowie als Kassenbestand geparkt und das trotz einer Belastung durch negative Zinsen von minus 0,11% (Stand Ende September 2021). Das ergibt das Corporate Cash Barometer von Freshfields. Die Lagerung der liquiden Mittel bei den Kreditinstituten kostet sie rund 734 Mio. EUR im Jahr. Die Realverzinsung nach Inflation liegt aktuell (zu Ende Oktober 2021) auf einem Rekordtief von minus 4,64%.

Das Freshfields Corporate Cash Barometer wurde von Barkow Consulting im Auftrag der internationalen Anwaltskanzlei Freshfields Bruckhaus Deringer auf Basis von Daten der Bundesbank und der Europäischen Zentralbank (EZB) berechnet. Die Daten beziehen sich auf liquide Mittel deutscher Unternehmen bestehend aus Bargeld, Sichtguthaben, Tages- und Festgeld.

Die Details des im November 2021 publizierten Freshfields Corporate Cash Barometers können hier heruntergeladen werden.

Berg an liquiden Mitteln wächst seit Pandemieausbruch rasant

Der Berg an geparkter Liquidität ist seit Ausbruch der Pandemie noch schneller gewachsen als zuvor. Lag der jährliche Zuwachs vor Ausbruch der Pandemie bei 3,1% (bis Februar 2020), wuchs der Betrag an finanziellen Mitteln zwischen März 2020 und März 2021 um fast 16% gegenüber dem Vorjahr an. Seit Ausbruch der Pandemie ist die Summe insgesamt um 126 Mrd. EUR auf 688 Mrd. EUR gestiegen.

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Teure Rücklagen durch Rekordminuszinsen

Diese Rekordsumme bei den Banken zu parken, kostet die Unternehmen angesichts des aktuellen Zinsumfelds den Berechnungen zufolge aktuell 734 Mio. EUR (annualisiert und zu Ende September) an Negativzinsen oder Verwahrentgelten. Zum Vergleich: Auf dem Höhepunkt der Finanzkrise im September 2008 erzielten Unternehmen noch Zinseinnahmen von 11,6 Mrd. EUR für ihre liquiden Mittel.

Unter Berücksichtigung der Inflation liegt die Realverzinsung der von den Unternehmen bei Banken geparkten Mittel den Berechnungen zufolge zu Ende September bei minus 4,17%, zu Ende Oktober sogar bei 4,64%, und damit auf einem RekordtiefUnternehmen gut gerüstet für anstehende Herausforderungen

Die Ergebnisse des Freshfields Corporate Cash Barometers unterstreichen die Handlungsfähigkeit deutscher Firmen, aber auch den Handlungsdruck etwa mit Blick auf Investitionen, zum Beispiel dem Kauf von Wettbewerbern und Kompetenzführern.