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HV Magazin 4-2013

TITELTHEMA 15 Hartmann: Das nachhaltigste Event schlechthin ist die Verleihung des Deutschen Umweltpreises durch die Deutsche Bundesstiftung Umwelt. Eine derartige Organisation achtet natürlich sehr darauf, dass die Veranstaltung selbst auch nachhaltig ist. Übrigens ist die Durchführung dieses Events in unserem Haus im Jahr 2011 auch der Grund dafür, dass wir viele Maß- nahmen zur Nachhaltigkeit angestoßen haben. Bei den vielen Gesprächen mit der DBU bei der Vorbereitung der Veranstaltung wurde es für uns auch ein Thema. Bei vielen Forderungen haben wir erkannt, dass wir mit unse- rem Haus auch in die Richtung gehen müssen. HV Magazin: Hatten Sie auch schon HVs bei sich im Haus, wo Nachhaltigkeit eine wichtige Rolle gespielt hat? Hartmann: In der Form wie bei der DBU noch nicht. Die Kunden buchen zwar grundsätzlich mit, was bei uns im Haus geboten wird, aber spezielle Wünsche nach mehr – mit Ausnahme des Caterings – haben die Kunden bis heute noch nicht. HV Magazin: Inwiefern spielen die Mitar- beiter Ihres Hauses eine Rolle beim Thema Nachhaltigkeit? Hartmann: Die Mitarbeiter spielen die wichtigste Rolle bei dem gesamten Thema Nachhaltigkeit. Es nützt gar nichts, wenn ich ihnen als Leiter des Hauses erzähle, wie nachhaltig und wunderbar alles ist, aber die Mit- arbeiter nichts zu diesem Thema wis- sen und es auch nicht umsetzen kön- nen. Insofern haben wir unsere Mitarbeiter eingehend geschult. Wenn ein Gast z.B. nach einer Veranstaltung kommt und fragt, wie er am schnellsten zum Bahnhof komme, kann man ihm natürlich sagen: „Da vorne steht ein Taxi.“ Oder aber man sagt: „Man kann fünf Minuten zu Fuß gehen, es ist schö- nes Wetter draußen und frische Luft. Alternativ fährt direkt vor dem Haus die U-Bahn ab, dann sind es noch weni- ge Meter bis zum Gleis“. Nach dieser Schulung sind unsere Mitarbeiter mitt- lerweile alle auf demselben Wissens- stand. Zusätzlich haben wir ein soge- nanntes „GreenTeam“ mit Kollegen aus allen Bereichen gegründet. Dieses trifft sich regelmäßig, um zu sehen, was wir zum Thema Nachhaltigkeit in unserem Hause noch tun können: von besserer Kundenberatung über das Internet bis hin zu neuen Techniken. HV Magazin: Wo sehen Sie auf Seiten der Veranstalter den größten Nachholbedarf auf dem Weg zu nachhaltigen Events? Hartmann: In der umfassenden Bera- tung! Der Kunde weiß oftmals nicht, was er bei uns schon hat. Wir müssen aufzeigen, was wir tun, und dann ver- suchen, den Kunden mitzunehmen. Hier hilft uns auch eine neue Initiative von der Firma Green Guide aus Schwetzingen: die Green Score Card. Diesen Leitfaden für Green Meetings werden wir künftig einsetzen, und da- mit kann der Kunde erkennen, was in den unterschiedlichen Bereichen der Veranstaltungsplanung noch getan werden kann bzw. sollte: beim Trans- port, bei Drucksachen usw. Unser Ansatz ist also zu zeigen, dass es sehr viele Möglichkeiten gibt, nachhaltig zu sein. Hilfe, Information und Kommu- nikation sind immer noch das wich- tigste. HV Magazin: Herr Hartmann, wir danken für das interessante Gespräch. Das Interview führte Daniela Gebauer. Foto: Liederhalle Stuttgart Foto: Liederhalle Stuttgart

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