Bildnachweis: LASZLO – stock.adobe.com, T-CURX.

Das bayerische Biotechnologieunternehmen T-CURX hat heute den Start seiner Series-A-Finanzierungsrunde bekannt gegeben, die auf ein Gesamtvolumen von 20 Mio. USD (rund 17,7 Mio. EUR) angelegt ist. Von Urs Moesenfechtel

Investorenkonsortium unter Führung von BiomedVC

Angeführt wird das Investorenkonsortium von dem Schweizer Venture-Capital-Investor BiomedVC, einem in der Schweiz ansässiger Frühphasen-Venture-Capital-Investor mit Schwerpunkt auf europäischen Biotechnologieunternehmen. Der Fonds investiert in wissenschaftlich getriebene Unternehmensgründungen und begleitet diese beim Aufbau und der Weiterentwicklung bis hin zur klinischen und kommerziellen Reife. Weitere an der Finanzierungsrunde beteiligte Investoren sind Bayern Kapital, WuXi Biologics Healthcare Ventures (Frontline BioVentures), HighLight Capital (HLC) sowie der i&iBio Fund. Zusätzlich beteiligen sich nach Unternehmensangaben bestehende und neue private Investoren.

Fokus auf Leukämie und ausgewählte solide Tumoren

T-CURX ist ein deutsches Biotechnologieunternehmen mit Standorten im Innovations- und Gründerzentrum Würzburg sowie im Innovations- und Gründerzentrum Biotechnologie (IZB) in Planegg/Martinsried bei München. Das 2017 gegründete Unternehmen ging aus der Arbeitsgruppe von Prof. Michael Hudecek an der Universität Würzburg hervor. Hudecek gilt als einer der wissenschaftlichen Pioniere auf dem Gebiet nicht-viraler CAR-T-Zelltherapien in Europa. Der technologische Fokus von T-CURX liegt entsprechend auf virusfreien Verfahren zur genetischen Modifikation von T-Zellen, unter anderem auf Basis des Sleeping-Beauty-Transposonsystems. Ziel dieses Ansatzes ist es nach Unternehmensangaben, die Herstellung von CAR-T-Zelltherapien technisch zu vereinfachen sowie langfristig skalierbarer und kosteneffizienter zu gestalten.

Quelle und Copyright: T-CURX
Quelle und Copyright: T-CURX

Die Finanzierung soll die klinische Entwicklung nicht-viraler CAR-T-Zelltherapien unter anderem für die Behandlung der akuten myeloischen Leukämie (AML) sowie ausgewählter solider Tumorerkrankungen beschleunigen. Darüber hinaus beabsichtigt T-CURX, die eingeworbenen Mittel zur Weiterentwicklung eigener nicht-viraler Technologien für die sogenannte In-vivo-Generierung von CAR-T-Zellen einzusetzen.

Bewertung der Runde aus Unternehmen- und Investorensicht

Ulf Grawunder, Mitgründer und CEO von T-CURX, erklärte, das Unternehmen sehe in der Zusammensetzung des internationalen Investorenkonsortiums eine Bestätigung für die bisher erzielten Entwicklungsdaten und den technologischen Ansatz. Die Finanzierung solle es ermöglichen, sowohl die klinischen Programme als auch die zugrunde liegenden nicht-viralen Plattformtechnologien weiter voranzutreiben. Auch auf Investorenseite wird der Abschluss der Finanzierungsrunde als strategisch bedeutsam eingeordnet. Aristotelis Nastos, Managing Partner bei BiomedVC, verwies auf die aus Investorensicht relevanten präklinischen und klinischen Daten sowie auf die Erfahrung des Gründer- und Managementteams von T-CURX. Die Technologieplattform habe aus Sicht des Investors das Potenzial, bestehende Herstellungsansätze für CAR-T-Zelltherapien zu ergänzen.

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Redaktionsleiter Plattform Life Sciences at  | Website

Urs Moesenfechtel, M.A., ist seit 2021 Redaktionsleiter der GoingPublic Media AG - Plattform Life Sciences und für die Themenfelder Biotechnologie und Bioökonomie zuständig. Zuvor war er u.a. als Wissenschaftsredakteur für mehrere Forschungseinrichtungen tätig.