Die BRAIN AG kann die erwartete Umsatzsteigerung im ersten Quartal des laufenden Geschäftsjahres (1. Oktober 2017 bis 31. Dezember 2017) gegenüber dem Vorjahresquartal offenbar nicht umsetzen. Demnach wird der Konzernumsatz im ersten Quartal 2017/18 voraussichtlich einen Wert von 5,3 Mio. EUR erreichen und damit 13,1% unter dem Vorjahreswert (6,1 Mio. EUR) liegen. Die Gesamtleistung im ersten Quartal 2017/18 wird voraussichtlich mit einem Wert von 6,0 Mio. EUR etwa 8,7% unter dem Vorjahreswert liegen.

Es gelang zwar im ersten Quartal 2017/18, das bereinigte EBIT des Konzerns um voraussichtlich 0,6 Mio. EUR auf -1,7 Mio. EUR zu verbessern und einen positiven Netto-Cash-Flow zu erwirtschaften.

Umsatzrückgang im BioScience-Segment

Im Segment BioScience führten jedoch vor allem Verzögerungen bei Abschlüssen im Rahmen von Neu- und Anschluss-Kooperationsprojekten zu einem unerwarteten Umsatzrückgang im Vergleich zum Vorjahresquartal. Im Segment BioIndustrial führte in erster Linie das Ausbleiben von antizipierten Folgebestellungen eines Großkunden im Kosmetiksegment sowie die von diesem Kunden noch nicht realisierte Erschließung neuer Absatzwege im ersten Quartal zu einem Rückgang des Umsatzvolumens im Vergleich zum Vorjahr.

Zweistelliges Umsatzwachstum für das Gesamtgeschäftsjahr erwartet

Nach aktuellem Stand gehen die Verantwortlichen nach eigenen Angaben weiter davon aus, im Geschäftsjahr 2017/18 ein zweistelliges Umsatzwachstum zu erreichen, das jedoch unterhalb früherer Erwartungen liegen wird. Gleichzeitig erscheint das Erreichen des EBIT-Break-Even-Ziels im Verlaufe des Geschäftsjahrs 2017/18 als unwahrscheinlich, auch wenn eine deutliche Verbesserung des bereinigten EBIT im Vergleich zum Vorjahreswert angestrebt wird.

Stärkung des Geschäftssegments BioIndustrial

Angesichts der strategischen Bedeutung des Geschäftssegments BioIndustrial für die Wachstumsstrategie des Konzerns hat sich das Unternehmen BRAIN seit Beginn des laufenden Geschäftsjahres 2017/18 eine Reihe von Maßnahmen zur forcierten Stärkung dieses Segments aufgelegt. Hierüber sollen auf Konzernebene beschleunigtes organisches wie anorganisches Wachstum erzielt sowie die Umsatzund Ergebnisentwicklung vorangetrieben werden.

„Aufbruchstimmung für die Bioökonomie“

Dr. Jürgen Eck, CEO der BRAIN AG, sagt: „Wir verspüren weiterhin eine deutliche Aufbruchstimmung für die Bioökonomie und sehen, dass wir in unseren Entwicklungsprogrammen bahnbrechende Innovationen für die Biologisierung von industriellen Prozessen und Produkten vorhalten. Um die Umsatzpotenziale dieser Innovationen zunehmend realisieren zu können, haben wir eine Reihe von BRAIN startet mit schwachem ersten Quartal ins Geschäftsjahr 2017/18 Maßnahmen zur forcierten Stärkung unseres Geschäftssegments BioIndustrial auf den Weg gebracht“, so Eck. Der CEO unterstrich zugleich die Bedeutung des Geschäftssegments BioScience als zweite Säule der BRAIN AG.

Neue M&A-Strategie geplant

Die Maßnahmen zur Stärkung des Geschäftssegments BioIndustrial beinhalten u.a. eine M&A-Strategie mit dem Ziel, die Marktzugänge des Konzerns zu verbessern und mit skalierbaren Produkt-Umsätzen schneller zu wachsen. Dabei liege weiterhin ein Fokus auf kleinen und mittelgroßen Akquisitionen.

Weiterhin sollen die Internationalisierung und der Ausbau der globalen Vermarktung vorangetrieben werden. Mit der Gründung des US-amerikanischen BRAIN-Tochterunternehmens BRAIN US LLC soll der Zugang zum wichtigen Markt Nordamerika ausgebaut und der Kontakt zu bestehenden und neuen US-Geschäftspartnern verbessert. Zusätzlich soll der globale Vertrieb für nachhaltige Kosmetikinnovationen innerhalb der BRAIN-Gruppe personell gestärkt werden.

Eine weitere Maßnahme sollen neue produkt-spezifische Ausgründungen darstellen. Evaluiert werden aktuell neue Verpartnerungsformen über die Ausgründung von weit fortgeschrittenen BRAIN-Entwicklungsprogrammen in eigenständige Tochtergesellschaften der BRAIN AG, u.a. mit Beteiligung externer Kapitalgeber und Industrie-Experten mit dem Ziel einer wertschaffenden Vermarktung. BRAIN plant die Umsetzung eines ersten derartigen Spin-Offs noch im laufenden Geschäftsjahr.

Insgesamt soll durch die Maßnahmen der Fokus auf Wachstum und hier insbesondere auf die eigenen Entwicklungslinien in den Bereichen verbesserte Nahrungsmittel, Spezialenzyme, Green & Urban Mining sowie biologische CO2-Fixierung erhöht werden.

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