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Hauptversammlungen sind für viele lästige Pflicht, für andere „daily business“ und wieder andere warten hier auf ihren großen Auftritt. Alle verbindet, dass es an einem bestimmten Tag, an einem bestimmten Ort „klappen“ muss. Fehler kann sich niemand erlauben, nicht der Emittent, nicht der Dienstleister oder Rechtsanwalt und auch nicht der Aktionär. Um allen Interessengruppen, die an einer HV beteiligt sind, das nötige Hintergrundwissen zu vermitteln, wurde vor zehn Jahren erstmals das HV Magazin herausgegeben. Dass das Magazin sich innerhalb dieser Dekade zu einem unverzichtbaren Begleiter der HV-Community entwickelt hat, zeigt, dass das gesteckte Ziel, Transparenz in die Institution HV zu bringen, erreicht wurde.

HV
Quelle: Eigene Erhebung; Die durchschnittliche Seitenzahl 2013 bezieht sich auf die fünf bisher erschienenen Ausgaben.

10 Jahre HV Magazin bedeuten auf 1.992 Seiten in 49 Ausgaben – davon 10 Sonderausgaben – Themen & Trends rund um die Hautversammlung. Das Themenspektrum reicht dabei von juristischen Fragestellungen über organisatorische Probleme bis hin zu technischen Set-ups. Dabei ist die Grundstruktur des Heftes im Laufe der Jahre relativ unverändert geblieben. Daten & Fakten, Titelstory, Innovation & Technik, Juristisches Backoffice, Interview, HV-Kalender, HV-Splitter und der Standpunkt – all dies sind Rubriken, die auch noch nach zehn Jahren im HV Magazin zu finden sind. In nur neun Monaten hatten im Jahr 2003 die Verantwortlichen von Haubrok Corporate Events in Kooperation mit der GoingPublic Media AG die Idee in die Tat umgesetzt, dem wohl wichtigsten und aufwendigsten Ereignis im jährlichen Finanzkalender ein eigenes Magazin zu widmen (zur Entstehungsgeschichte siehe auch das Interview mit Bernhard Orlik). Das einhellige Credo damals: „Da gibt es doch überhaupt nicht genug zu berichten, um eine regelmäßig erscheinende Zeitschrift mit interessanten und abwechslungsreichen Inhalten zu füllen.“ Nach zehn Jahren kann man diesen Kritikern zurufen, dass es doch genügend zu berichten gibt – selbst in Zeiten, in denen sich der Gesetzgeber zurückhält, wie in der vergangenen Legislaturperiode geschehen.

Abwechslungsreiche Inhalte

Das Themenspektrum des Magazins hat sich dabei vom Kern der Hauptversammlung nur wenig entfernt. Nachdem die GoingPublic Media AG mit der ersten Ausgabe 2005 die Rolle des Herausgebers übernommen hat, wurde es zu einer vollkommen unabhängigen Publikation mit der ersten Chefredakteurin Birgit Wacker-Hadj Ammar. Hinzugekommen sind im Laufe der Jahre dann die Rubriken HV-Urteile und HV-Berichte. Auch widmet sich seit 2008 eine eigene Sonderausgabe einer Analyse der beliebtesten HV-Locations, im Jahr 2010 erschien erstmals die Sonderausgabe HV-Recht als ständiger Begleiter in rechtlichen Fragen während der HV-Saison.

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Titelthemen

Die Übersicht der Titelthemen zeigt (siehe Abb. Titelthemen), dass es eine breite Palette an interessanten Themen rund um die Hauptversammlung gibt. Entscheidend für die Auswahl der einzelnen Themen sind dabei die Fragen:

1. Wer ist auf einer Haupt versammlung? Betrachtung der Aktionäre, Aufsichtsrat, Dienstleister, Berater. 2. Wo findet die Hauptversammlung statt? Die HV-Locations-Ausgaben gehören zu den erfolgreichsten Heften des Magazins. 3. Wie wird eine HV abgewickelt? Technische und organisatorische Fragen spielen eine Rolle. 4. Wie wird HV in den anderen Ländern gelebt und erlebt? Der Blick über den Tellerrand kann neue Impulse bringen und eventuelle Missverständnisse im Vorfeld einer HV vermeiden. 5. Was machen der Gesetzgeber und die Jurisdiktion? Gesetze wie UMAG, ARUG und BilMoG, aber ebenso Urteile von LG, OLG und BGH bieten zahlreiche Ideen für Artikel im Magazin.

Dank an Brigitte Zypries

Insbesondere in den Jahren 2004-2009 lieferte der Gesetzgeber mit der damaligen Bundesjustizministerin Brigitte Zypries, SPD, zahlreiche Vorlagen für Artikel und Titelthemen. Das Gesetz zur Unternehmensintegrität und Modernisierung des Anfechtungsrechts (UMAG) und das Gesetz zur Umsetzung der Aktionärsrechterichtlinie (ARUG) waren dabei die beiden Werke, die einschneidende Änderungen für die Aktionärstreffen mit sich brachten. Die wichtigsten Änderungen, die das UMAG brachte, betrafen die Innenhaftung der Organe, also die Haftung von Vorstand und Aufsichtsrat gegenüber der Gesellschaft. Gleichzeitig wurden die Minderheitsquoren von 10% des Grundkapitals oder 1 Mio. EUR auf jeweils 1% oder 100.000 EUR herabgesetzt. Zudem wurde das Freigabeverfahren beschleunigt. Dass der gewünschte Erfolg ausblieb, legte dann den Grundstein für das ARUG, das u.a. missbräuchliche Anfechtungsklagen eindämmen, die Präsenz in der Hauptversammlung verbessern und die Aktionärsrechte stärken sollte (u.a. Deregulierung des Depotstimmrechts, Bevollmächtigung, Briefwahl, Online-Hauptversammlung, Online-Teilnahme an Hauptversammlung, Fristenberechnung, Zugänglichmachen der Tagesordnung und von Dokumenten).

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Aber auch das Soft-Law und die öffentliche Diskussion fanden in zahlreichen Artikeln Eingang ins HV Magazin. Insbesondere die Schlagworte „Corporate Governance“ und „Diversity“ (insbesondere im Sinne der Gender Diversity) wurden in den vergangenen zehn Jahren immer bedeutsamer. Inländische wie ausländische Aktionäre nutzten das Forum HV, um auf (angebliche?) Missstände hinzuweisen und durch gezielte Tagesordnungsergänzungen oder Gegenanträge ihre Interessen durchzusetzen. Derartigen Aktionären bot das Magazin in seiner Interview-Serie eine Plattform mit mittlerweile 33 Gesprächen mit bekannten HV-Gesichtern und auch Querdenkern. Hierfür wurden die Macher auch immer wieder gescholten, doch als unabhängiges Medium, das dem journalistischen Grundsatz folgt, allen Stimmen Gehör zu verschaffen, wird das Heft auch weiterhin bekannte Stimmen aus der HV-Szene zu Wort kommen lassen.

Im Fokus: Der Emittent

Das Wichtigste für die Redaktion war und ist jedoch die Hauptzielgruppe des Magazins, also das börsennotierte Unternehmen, aber auch (noch) nicht gelistete Aktiengesellschaften. Emittentenvertreter machen nach der aktuellen Leseranalyse vom September 2013 73% der Leserschaft aus. 86% der im Prime Standard gelisteten Emittenten lesen das Magazin, im Entry Standard sind es 60%, im General Standard knapp 80%. Darüber hinaus stammen die Bezieher auch aus dem Open Market/Freiverkehr und dem Kreis der (noch) nicht börsennotierten Gesellschaften. Das Heft erreicht im Unternehmen jeweils die Personenkreise, die für die Durchführung der jährlichen Hauptversammlung verantwortlich sind. Neben Investor-Relations-Managern und -Mitarbeitern sind dies typischerweise Mit arbeiter der Rechtsabteilung, bei kleineren Unternehmen auch direkt Vorstände und Aufsichtsräte. Daneben zählen alle weiteren an der Organisation und Durchführung der Hauptversammlung beteiligten Berufsgruppen wie Unternehmensberater, IRBerater, PR- und Werbeagenturen sowie Mitarbeiter von Full-Service-Agenturen (zusammen 5%) zum Leserkreis. Weiterhin sind rund 8% der Bezieher des HV Magazins Rechtsanwälte und Notare, 6% zählen zu Anlegern und Privatpersonen. In der Gruppe „Sonstige“ (6%) sind Journalisten und Me dien ebenso vertreten wie Aktionärs vereinigungen und institutionelle Anleger.

Ausblick

49 Ausgaben lang berichtete das HV Magazin für HV-Verantwortliche von den neuesten Tipps & Trends aus der Welt der HV. Mit der kommenden, 50. Ausgabe wird sich daran nichts ändern. Traditionell wird die Einladung in der kommenden Saison 2014 einen Schwerpunkt bilden, mit dem Thema „Die nachhaltige HV“ kommt jedoch auch wieder ein neues Thema hinzu. Die Redaktion wird auch in Zukunft auf der Suche nach den neuesten Trends sein, um dem Wichtigsten, ihren Lesern, einen echten Mehrwert zu bieten. Dass dies die HV-Community schätzt, zeigen nicht zuletzt die Glückwünsche zum Zehnten, die hier zu lesen sind.

Über den Autor

Die GoingPublic Redaktion informiert über alle Börsengänge, Being Public, Investor Relations, Tax & Legal, Themen und Trends rund um die Hauptversammlung sowie Technologie – Finanzierung – Investment in den Lebenswissenschaften.