Sascha Zentis, Rechtsanwalt, GSK Stockmann + Kollegen
Sascha Zentis, Rechtsanwalt, GSK Stockmann + Kollegen

Sie wurden bereits zum zweiten Mal in Folge von Juve für die „Kanzlei des Jahres für Bank- und Finanzrecht“ nominiert. Welche Bedeutung hat die Nominierung für Sie?
Zentis: Die Juve-Nominierung ist am Markt sehr etabliert und bedeutet für uns eine Anerkennung unserer Arbeit verbunden mit einer deutlich stärkeren öffentlichen Wahrnehmung. Nach der letzten Nominierung sind wir von Mandanten und anderen Geschäftsleuten vielfach positiv angesprochen worden. Für den Markt werden unsere Stärken als Wirtschaftskanzlei dadurch viel sichtbarer.

Glück: Unsere Kanzlei hat einen anerkannten Track-Rekord im Immobilienbereich und wir werden allein aufgrund der Größe unseres Real Estate-Teams zu Recht als eine der führenden Kanzleien im Bereich Immobilien angesehen. Wir haben die Kanzlei in den letzten Jahren aber bewusst auch in anderen Kompetenzen weiterentwickelt, so z.B. im Bereich Financial Regulation. Für uns bedeutet die Nominierung daher über den Bereich Immobilien hinaus eine deutlich stärkere Marktwahrnehmung der Kanzlei auch im Bank- und Finanzrecht sowie die Anerkennung als etablierte Größe mit einem starken Branding im Investitions- und Finanzmarkt. Die meisten Mitglieder aus unserem Team sind schließlich bei GSK „groß“ geworden und haben ihre Expertise von Anfang an in der eigenen Kanzlei weiterentwickelt. Unser Team ist also fest mit GSK verwurzelt, eingespielt und nachhaltig gewachsen, weshalb wir am Markt auch zu Recht als einheitliches Team gesehen werden, das sehr gut miteinander harmoniert und sich persönlich wie fachlich ideal ergänzt. Wir sehen in der Nominierung auch eine Bestätigung dieser Aufbau- und Teamleistung.

Was glauben Sie: Wie stehen die Chancen für einen Sieg?
Zentis: Die Chancen stehen sicher nicht schlecht, unter anderem durch die Neueröffnung des Büros in Luxemburg Anfang des Jahres. Diese Entscheidung wurde sowohl von uns als auch der Branche als sehr mutiger, positiver Schritt beurteilt. Dennoch sind wir uns der starken Konkurrenz bewusst. Insofern müssen wir auch realistisch bleiben und damit rechnen, dass jemand anderes gewinnt.
Glück: Ich denke die Chancen sind höher als letztes Jahr. Innovationsprozesse wie z.B. die Eröffnung eines Büros in einem neuen Markt, die Beratung zu aktuellen Themen wie Blockchain oder Distributed Ledger Technology zusammen mit führenden Vertretern der Finanzbranche fließen in die Bewertung der Jury vermutlich positiv mit ein und werden entsprechend gewürdigt. Letztlich ist aber schon die Nominierung ein toller Erfolg, die uns bereits wertvolle Anerkennung in der Branche verschafft – unabhängig von einer finalen Auszeichnung als Kanzlei des Jahres für diesen Bereich. Schon allein die Nominierung ist am Rechtsmarkt „ein Glöckchen, das klingelt.“

Welche Pläne verfolgen Sie für die Zukunft?
Zentis: Wie anfangs bereits angedeutet, haben wir uns schon sehr früh mit dem Brexit und seinen Folgen beschäftigt. Und das bereits schon vor dem Votum. Diese frühe Positionierung wird sehr wahrscheinlich in den nächsten Jahren dazu führen, dass wir beim Thema Standortverlagerung/Neustrukturierung eine entsprechende solide Rechtsberatung – insbesondere im Banking-Bereich – anbieten können.

Glück: Wir wollen weiterhin die wesentlichen Trends und Entwicklungen in den Märkten aktiv gestalten und unsere Expertise in ausgewählten Branchen wie Fintech, Fonds oder Capital Markets einbringen. Mit dem Immobilienmarkt auf der einen und dem Investitions- und Finanzmarkt auf der anderen Seite bedienen wir schon heute mit unseren Kompetenzen im Banking und Finance, Corporate, Real Estate und Projects & Public Sector wichtige Geschäftsfelder, in denen unsere Mandanten aktiv sind. Auch künftig wollen wir unseren Mandanten damit „den Unterschied“ in der Beratung bieten.

Meine Herren, vielen Dank für das nette Gespräch und natürlich viel Glück für die Awardverleihung am 27. Oktober! Daumen sind gedrückt!

Das Interview führte Svenja Liebig

Zu den Interviewpartnern:

Dr. Oliver Glück ist Rechtsanwalt bei GSK Stockmann + Kollegen in München. Er studierte an der Universität Passau und an der Università degli Studi di Pavia (Italien) und arbeitete mit italienischen Anwaltskanzleien in Mailand und Rom.Sein Tätigkeitsschwerpunkt liegt im Finanzaufsichtsrecht, insbesondere in der Beratung zu Bank- und Finanzdienstleistungen, zum Investmentrecht sowie zu Zahlungsdiensten, E-Geld und Geldwäschefragen. Dr.  Glück hält regelmäßig Vorträge und schreibt Veröffentlichungen und Beiträge zu Themen aus dem Bereich des Bankaufsichts- und des Investmentrechts sowie zur Regulierung von Zahlungsdienstleistern. Er berät neben Deutsch auch in Englisch und Italienisch.

Sascha Zentis ist Rechtsanwalt und seit 2012 auch Notar bei GSK Stockmann + Kollegen in Frankfurt. Er studierte an der Universität Potsdam. Sascha Zentis berät schwerpunktmäßig institutionelle Investoren im Investment- und Immobilienrecht. Daneben berät er zu Fragen des Bankaufsichtsrechts und führt ein Notariat.Er berät Mandanten auch in Englisch, Französisch und Spanisch.

Titelbild:trahko/www.fotolia.com

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