Zumindest hier einmal eine gute Nachricht für die Deutsche Bank: Im DAX-Ranking der besten Aufsichtsräte konnte das Bankhaus den ersten Platz ergattern – dies befindet die aktuelle Studie „AUFSICHTSRAT-SCORE“, die der Corporate Governance-Experte Professor Dr. Peter Ruhwedel von der FOM Hochschule erarbeitet hat. Der wissenschaftlicher Leiter des KompetenzCentrums für Unternehmensführung und Corporate Governance an der FOM legte in der Studie den Schwerpunkt auf Arbeitsweise, Eignung, Diversität und Transparenz der Aufsichtsräte im DAX und M-DAX.

Dabei musste sich der Versicherungskonzern Allianz, der im letzten Jahr noch auf Platz eins kam, in diesem Jahr mit dem zweiten Platz zufrieden geben. Der Börsenbetreiber Deutsche Börse belegte den dritten Platz, gefolgt vom Rückversicherer Münchener Rück und dem Softwarekonzern SAP.

Herausragend sei die Deutsche Bank vor allem deshalb, weil sie eine treibende Rolle in der Bewältigung der Krisenfolgen übernehme und ihre Überwachungsarbeit deutlich intensiviert habe. Zudem habe das Bankhaus in der letzten Zeit besonders auf den Aufbau von zusätzlichen Ausschüssen für Spezialfragen Wert gelegt, was ein weiteres entscheidendes Qualitätsmerkmal sei. So habe die Bank unter anderem einen eigenen Ausschuss für Integrität eingerichtet. „Arbeitsweise, Besetzung und Transparenz des Deutsche Bank-Aufsichtsrats sind vorbildlich“, meint Peter Ruhwedel.

Mit einem Frauenanteil von 35% liegt der Aufsichtsrat außerdem über der gesetzlich anvisierten Quote. Ein Kulturwandel sei bei der Deutschen Bank somit deutlich sichtbar.

Allerdings würden die Studienergebnisse auch zeigen, dass der Aufsichtsrats-Score der M-DAX-Unternehmen nach wie vor zum Teil deutlich unter dem DAX-Niveau liegt, was auf eine weiterhin geringe Diversität in zahlreichen Gremien sowie auf mangelnde Transparenz zurückzuführen sei.

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