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Angesichts politischer Unsicherheiten und einer sich abschwächenden Konjunktur sind Unternehmen derzeit mit Börsengängen weiter zurückhaltend: Im traditionell wenig aktiven dritten Quartal war die Zahl der weltweiten Börsengänge laut aktueller EY-Analyse erneut um 24% rückläufig.

Gezählt wurden 256 Börsengänge. Das Volumen sank parallel um 22% auf 40 Mrd. USD.

In China lagen die Emissionserlöse mit 19,0 Mrd. USD deutlich – um 32% – unter dem Niveau des starken Vorjahresquartals. Die Zahl der IPOs stieg hingegen von 83 auf 88 – auch dank der erfolgreich neu eingeführten Technologiebörse STAR.

Der US-Markt entwickelte sich mit 39 IPOs (minus 30%) und einem Emissionsvolumen von 12,0 Mrd. USD ebenfalls schwach.

Dagegen lagen in Europa die Einnahmen aus Börsengängen mit 3,5 Mrd. USD auf Vorjahresniveau. Allein das IPO von Teamviewer hatte dabei ein Volumen von 2,4 Mrd. USD – damit fand der weltweit zweitgrößte Börsengang des Quartals in Europa statt.

Die Zahl der IPOs an europäischen Börsen ging jedoch um 42% von 38 auf 22 zurück – vor allem aufgrund der sehr schwachen Entwicklung an den britischen Börsen, wo nur noch ein Börsengang stattfand – nach elf IPOs im Vorjahreszeitraum.

Quelle: EY.
Quelle: EY.

Technologie-Aktien standen auch im dritten Quartal im Fokus des Investoreninteresses: Von den weltweit zehn größten Börsengängen des Jahres entstammten sechs dem Technologie-Sektor. Am herausragendsten Uber, mit 8,1 Mrd. USD Volumen.

Das sind Ergebnisse des aktuellen weltweiten IPO-Barometers des Prüfungs- und Beratungsunternehmens EY (Ernst & Young).

„Geopolitische Spannungen halten Börsenkandidaten weiterhin in Atem und erfordern Flexibilität und Agilität in der Zeitplanung“, erläutert Martin Steinbach, Partner und Leiter des Bereichs IPO and Listing Services bei EY.

Über den Autor

Falko Bozicevic ist Chefredakteur des GoingPublic Magazins sowie verantwortlich für das Portal BondGuide (www.bondguide.de)