Werbung

Bildnachweis: ©Tuomas Kujansuu – stock.adobe.com, PwC.

Kapitalerhöhungen: Volumen bricht ein

Im Bereich der Kapitalerhöhungen scheint der Höhenflug dagegen vorerst beendet: Das durchschnittliche Volumen der Kapitalerhöhungen fiel von 242 Mio. EUR im ersten Quartal auf 30 Mio. EUR im zweiten. Das Gesamtvolumen erreichte im zweiten Quartal nur 420 Mio. EUR (Q1 2021: 3,9 Mrd. EUR), wobei die Anzahl der Kapitalerhöhungen mit 14 in etwa auf dem Niveau des Vorquartals (16) verharrte.

Das Gesamtvolumen für die Kapitalerhöhungen im ersten Halbjahr 2021 lag bei 4,3 Mrd. EUR und damit bereits auf dem Niveau von 2019.

Geprägt waren die Kapitalerhöhungen im zweiten Quartal von fünf Unternehmen, die sich auf diesem Weg frisches Kapital an der Börse besorgten: dem Glasfasernetzbetreiber Tele Columbus, der Deutschen Beteiligungs AG, dem Bau- und Maschinenbaukonzern Bauer, dem Ladesäulenhersteller Compleo Charging Solutions und dem RegTech-Anbieter EQS Group. Das Volumen dieser Transaktionen machte etwa 90% des Gesamtvolumens der Kapitalerhöhungen im zweiten Quartal aus.

Emissionsniveau bei Fremdkapitalemissionen rückläufig

Bei Fremdkapitalemissionen ist das Emissionsvolumen im zweiten Quartal 2021 ebenfalls rückläufig: Im Investment Grade brach das Volumen im Vergleich zum Auftaktquartal gar um rund 67% ein. Aber auch im High-Yield-Bereich sank das Emissionsvolumen im Vergleich zum ersten Quartal 2021 leicht. Stäcker zu den Gründen: „Im ersten Quartal konnten signifikante Volumina eingesammelt werden, denn die Investoren wollten die Investitionschancen im Rahmen der wirtschaftlichen Erholung nutzen und von den Wachstumsperspektiven profitieren.“ Ein Trend setzte sich jedoch bei den Fremdkapitalemissionen im zweiten Quartal fort: Instrumente mit Bezug zu ESG bleiben beliebt.

Ausblick

„Die IPO-Pipeline in Deutschland ist weiterhin gut gefüllt. Mit dem Online-Optiker Mister Spex und dem Wind- und Solarparkbetreiber Blue Elephant Energy stehen bereits zwei weitere Kandidaten in den Startlöchern, die ihre Pläne noch im Juli realisieren könnten. Zudem arbeiten mindestens zehn weitere Börsenaspiranten daran, ihr Erst-Listing noch 2021 umzusetzen“, erklärt Stäcker.

„Sofern die Märkte stabil bleiben und die möglichen Herausforderungen des zweiten Halbjahrs gut meistern, gehe ich davon aus, dass 2021 das stärkste Jahr für den deutschen IPO Markt seit 2000 wird“, prognostiziert Picard.

1
2