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Gegen Krebs und Autoimmunkrankheiten hat die von der Medigene AG (MDG1, Frankfurt, Prime Standard) übernommene Trianta Immunotherapies GmbH eine Immuntherapieplattform mit Namen TABs (T-cell specific AntiBodies, T-zell-spezifische Antikörper) entwickelt. Nun darf sich die Medigene-Tochter über Fördergelder von 380.000 EUR freuen, die das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) im Rahmen der Spitzencluster-Initiative „m4 – Personalisierte Medizin und zielgerichtete Therapien: Eine neue Dimension in der Medikamentenentwicklung“ an das Unternehmen vergibt.

Das geförderte Projekt wird zu 40% vom BMBF und zu 60% von der Mutter Medigene finanziert und soll den Nachweis erbringen, dass sich pathogene T-Zellen im Rahmen einer T-Zell-Leukämie und bei Autoimmunerkrankungen durch einen gezielten Einsatz von T-Zell-Rezeptor-spezifischen monoklonalen Antikörpern eliminieren lassen. Der Nachweis der Eliminierung soll mit in vivo- als auch in vitro-Methoden geführt werden.

Dass das Bundesministerium für Bildung und Forschung die Trianta TABs-Therapieplattform mit Fördergeld unterstützt, reduziert für Medigene die Kosten bei der weiteren Erforschung von monoklonalen Antikörpern und beschleunigt die präklinische Entwicklung der Immuntherapeutika. Dies sieht auch Prof. Dr. Dolores J. Schendel, Vorstand für Forschung und Entwicklung bei Medigene, so, die mit der Förderung die innovative Immuntherapie schneller voranbringen will.

Wissenswertes zu TABs
TABs, darunter verbirgt sich eine Immuntherapie-Plattform, mit der sich monoklonale Antikörper herstellen lassen, die ganz unterschiedliche T-Zellen an ihren spezifischen T-Zell-Rezeptoren erkennen können. TABs, auch T-Zell-spezifische Antikörper oder T-cell specific AntiBodies, können über die spezifischen Rezeptoren an die jeweiligen T-Zellen binden. So lassen sich spezifische T-Zellen aus dem Organismus entfernen und folglich mit TABs T-Zell-vermittelte Erkrankungen auch behandeln. Zu den T-Zell-vermittelten Erkrankungen zählen beispielsweise die Leukämie und verschiedene Autoimmunkrankheiten. In der Präklinik konnte die Machbarkeit (Proof of Technology) der Methode bereits gezeigt werden. Dies bedeutet, dass sich mit Hilfe der Plattform nicht nur monoklonale Antikörper herstellen lassen, sondern diese auch tatsächlich die Fähigkeit zur Unterscheidung verschiedener T-Zell-Rezeptoren besitzen.

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